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Rumba ist ein erotischer Werbetanz aus Kuba afrokubanischer Herkunft, der heute zu den Gesellschafts- und Turniertänzen zählt. Seine besondere künstlerische Charakteristik liegt im Spiel zwischen Mann und Frau. In einer gut getanzten Rumba wird intensiv umeinander geworben, im künstlerischen Kontrast dazu werden beide Partner ab und zu fahnenflüchtig und müssen vom Anderen zur Rückkehr gelockt werden.
GeschichteDie Rumba entwickelte sich zusammen mit dem Tango aus der Habanera. Die Habanera stammt aus Uruguay. Sie wanderte in Richtung Süden über den Rio de la Plata nach Argentinien und wurde dort zum Argentinischen Tango, während sie sich auf ihrer Wanderung in Richtung Norden im karibischen Bereich über den Bolero zur Rumba weiterentwickelte. Durch diesen gemeinsamen Ursprung gibt es zahlreiche Ähnlichkeiten zwischen Rumba und Argentinischem Tango. In rhythmischer Hinsicht liegt der Rumba die Clave-Figur zugrunde, die mit den afrikanischen Sklaven nach Kuba kam. Neben den in Kuba verbreiteten Rumbaformen Columbia und Yambú ist der städtische Guaguancó dort die heute beliebteste Form. Als Modetanz kam die Rumba erstmals 1914 in New York auf. Rhythmisch vereinfacht gelangte sie Anfang der 1930er Jahre auch nach Europa. Die Nationalsozialisten verboten die Rumba als entartete Kunst, aber auch in anderen Ländern ließ das Interesse nach. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rumba wieder entdeckt, allerdings in zwei vollkommen unterschiedlichen Variationen. Zum einen die amerikanisch beeinflusste Square- oder Carrée-Rumba, zum anderen die vom in England lebenden Franzosen Pierre Lavelle propagierte Rumba im kubanischen Stil. Dies führte in den Jahren 1956 bis 1958 und 1961 bis 1963 zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen England und Frankreich, den sogenannten „Rumbakriegen“, bei denen beide Schulen „ihre“ Rumba international etablieren wollten. Man einigte sich schließlich darauf, beide Varianten zuzulassen. So wurden die langsame Rumba unter dem Namen Square-Rumba in das Welttanzprogramm und die schwierigere Kubanische Rumba 1964 ins Turniertanz-Programm aufgenommen. Im internationalen Tanzsport hat sich mittlerweile der kubanische Stil durchgesetzt. Inzwischen wird die Square-Rumba in Europa kaum noch unterrichtet - bei Tanzschulanfängern in den USA ist sie jedoch meist noch weit verbreitet. Historisch abzugrenzen von der Rumba ist der Cha-Cha-Cha, der als künstlerischer Turniertanz tanztechnisch zwar zahlreiche Ähnlichkeiten zur Rumba aufzuweisen hat, aber vom Mambo abstammt. Ferner abzugrenzen von der Rumba ist die Rumba-Flamenco, die zusammen mit anderen Flamencotänzen andalusisch-maurische Ursprünge hat. Charakteristik und MusikalitätDie besondere künstlerische Charakteristik der Rumba liegt im Spiel zwischen Mann und Frau. In einer gut getanzten Rumba wird intensiv umeinander geworben, im künstlerischen Kontrast dazu werden beide Partner ab und zu fahnenflüchtig und müssen vom Anderen zur Rückkehr gelockt werden. Im Vordergrund steht die nonverbale Kommunikation zwischen Mann und Frau. Im Idealfall fühlt sich das Publikum dazu eingeladen, an dieser Kommunikation teilzuhaben und nimmt gebannt am spannenden Flirt zwischen den Tänzern Anteil. Die Herabsetzung der Rumbageschwindigkeit in den letzten Jahren (aktuell 27 Takte pro Minute bei einem Viervierteltakt) hat dazu geführt, dass die Tänzer Details der Musik in ihren Tanz einbeziehen und vertanzen können. Die Musik gibt diese Details in Form komplexer Rhythmen vor, die von zahlreichen Percussion-Instrumenten erzeugt werden. Die zwischen den Beats liegenden Percussions werden vor allem für schön ausgetanzte Körperbewegungen genutzt. Hervorzuheben sind hierbei die für Rumba so charakteristischen Hüftbewegungen sowie Vertwistungen des Körpers (bedeutet, dass sich Körperteile gegen andere Körperteile wie beim Auswringen eines Schwamms verdrehen). Beides unterstützt künstlerisch den werbenden, erotischen Charakter der Rumba. Anzumerken ist, dass die Rumba zwar im Tempo herabgesetzt wurde, dass sich allerdings tanztechnisch-künstlerisch einige Elemente, zum Beispiel Drehungen, deutlich beschleunigt haben, um zwischen diesen Momenten blitzschneller Körperbewegungen die Ruhe des Flirts zeigen zu können. Siehe auchWeblinks
Klassische Turniertänze (International Style)
Standardtänze: Langsamer Walzer · Tango · Wiener Walzer · Slowfox · Quickstep Turniertänze (American Style)
American Smooth: Langsamer Walzer · Tango · Foxtrott · Wiener Walzer Standardtänze: Blues · Foxtrott · Langsamer Walzer · Tango · Wiener Walzer |
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