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Reginald Rudorf (* 1929 in Hamburg; † 31. Mai 2008 in Wasserlos bei Aschaffenburg) war ein deutscher Politologe, Dissident, Journalist, Medienkritiker und Autor. Er war seit 1977 Herausgeber des Mediendienstes rundy, der jetzt von seinem Sohn Tillmann weitergeführt wird.
LebenDer in Leipzig aufgewachsene Gesellschaftswissenschaftler lehrte in Leipzig und Halle marxistische Ästhetik. Seit Beginn der 1950er Jahre stand Rudorf, der der SED angehörte, dem stalinistischen Kurs der Staatspartei immer kritischer gegenüber. Neben der Lehrtätigkeit hielt Rudorf, der ein Anhänger des Jazz und der Gründer des Jazzkreises Leipzig war, Vorträge über diese Musikgattung und über die Kultur der USA. Zu Zeiten des Kalten Krieges waren diese Veranstaltungen gut besucht, seitens der SED-Kulturpolitiker jedoch unerwünscht. Es wurde daher versucht, sie durch Störaktionen zu unterbinden. Dabei wurde Rudorf 1956 krankenhausreif geschlagen. Am 25. März 1957 wurde Rudorf von der Staatssicherheit verhaftet und am 29. August 1957 wegen Spionagevorwürfen und Boykotthetze zu einer zweijährigen Zuchthausstrafe verurteilt, die er in Waldheim und Haftlager Röcknitz verbüßte, wo er im dortigen Steinbruch arbeiten musste. Nach seiner Haftzeit floh Rudorf in den Westen und arbeitete für die ARD sowie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, den Spiegel, Die Zeit, Die Welt, BILD sowie die Bunte. 1975 gründete er unter dem Titel „rundy“ einen der ersten Informationsdienste für die Medienbranche. Außerdem veröffentlichte Rudorf noch in der rechtskonservativen Wochenzeitung Junge Freiheit und in anderen Organen des politischen Spektrums sowie der Satirezeitschrift Pardon. Am 31. Mai 2008 starb Rudorf Medienberichten zufolge nach einer Hüftoperation mit Darmdurchbruch. Werke
Literatur
Weblinks
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