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Jan "Ptaszyn" Wróblewski (* 27. März 1936 in Kalisz) ist ein polnischer Jazzmusiker, Komponist, Arrangeur und Dirigent, sowie Journalist und Musikkritiker. Der Tenor- und Baritonsaxophonspieler hat diverse Bands gegründet und seit den 70er Jahren Radiosendungen zum Thema Jazz moderiert. Jan Wróblewski wird als einer der herausragenden polnischen Nachkriegs-Jazzmusiker gesehen. Als Filmkomponist hat er Filme wie "Pan Anatol szuka miliona" ("Herr Anatol sucht eine Million"), "Niech żyje miłość" ("Es lebe die Liebe") musikalisch untermalt, sowie auch Populärmusik geschrieben für Künstler wie Ewa Bem, Lucja Prus, Maryla Rodowicz und Andrzej Zaucha. Er ist ferner Komponist von sinfonischen Konzertwerken und seit 1999 Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Kalisz. BiographieJan Wróblewski stammt aus einer Anwaltsfamilie und verfolgte neben seiner schulischen Bildung bereits in jungen Jahren das Klavier- und Klarinettespielen in der Musikalischen Grundschule Kalisz. Als Jugendlicher spielte er in der Jazzband "Ładne kwiatki" ("Schöne Blumen"). Sein Studium absolvierte Wróblewski zunächst im Agrarwissenschaftlichen Bereich der Poznaner Universität und später in Kraków an der dortigen Akademie der Musik. Während der Studienzeit in Poznan gründete er eine eigene Band und arbeitete musikalisch zusammen mit dem Quintett des Musikers Jerzy Milian. 1956 wurde W. in die Band Krzysztofs Trzcinskis eingeladen, später schloss er sich dem Komeda-Sextett als Baritonsaxofonist an. Die Auftritte mit dieser Band, zum Beispiel bei den Jazzfestivals in Sopot und bei Fernsehauditionen, gelten als Grundlagen seines professionellen Wirkens. Der entscheidende Wendepunkt in der Karriere Wróblewskis ist das Vorspiel vor dem amerikanischen Jazzpromoter George Wein 1958, das Wróblewski eine Anstellung als Musiker bei der International Newport Band einbrachte und ihn damit letztlich zum ersten polnischen Jazzmusiker machte, der auf dem Newport Jazzfestival auftrat. Dieser Auftritt ist auch im Film "Jazz on Summer's Day" dokumentiert. Nach diesem entscheidenden Konzert trat die Band in vielen Städten der USA auf und anschließend auch in Europa, Indien, Afrika und Asien. In den Jahren von 1968 bis 1978 fand Wróblewski schließlich eine Anstellung als Leiter des Jazzstudios des Polnischen Radios. Die Zusammenarbeit mit Willis Conover führte zur Entstehung der Sendung "3 kwadranse jazzu", die seit 1970 bis heute ununterbrochen von Wróblewski moderiert wird. Ferner steht Wróblewskis Name auch für die Unterstützung junger ambitionierter Musiker bei zahlreichen Workshops in Polen und anderen Ländern. Eine Auswahl der bedeutenden Bands, denen sich Jan Wróblewski während seiner Karriere angeschlossen hat, oder die er gegründet hat:
Wróblewski ist auch Komponist von Filmmusik und von längeren Stücken:
Hauptwerke
Weblinks
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