Ivan Lins

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Ivan Lins (2007)

Ivan Guimarães Lins [ɛˈvɔn gimɐ'ɾɐ̃ĩʃ lɪnʃ] (* 16. Juni 1945 in Rio de Janeiro) ist ein brasilianischer Komponist, Pianist und Sänger. Er bewegt sich dabei sowohl im Bereich brasilianischer populärer (Pop) Musik als auch im Jazz-Fusion Bereich.

Leben und Werk

Ivan Lins wurde in Rio geboren, wuchs aber teilweise in Boston auf, wo sein Vater am MIT Schiffbau studierte. Er studierte ab 1964 an einer Militärschule in Rio und an der Universität von Rio Chemie-Ingenieurwesen. Nebenbei strebte er eine Volleyball-Karriere an, entdeckte dann aber sein musikalisches Talent.

Als Komponist hatte er seinen ersten Hit (auch in Europa) 1970 mit Madalena in der Interpretation von Elis Regina. Seit 1970 erschienen regelmäßig Alben von ihm unter eigenem Namen als Sänger. In den 1980er Jahren steuerte er für das George Benson-Album Give me the Night den Titel Dinorah, Dinorah bei. Produzent Quincy Jones engagierte ihn daraufhin für sein Album The Dude, wo er für Velas einen Grammy in der Kategorie „Best Jazz Performance“ erhielt. Auch auf Quincy Jones´Album Back on the block, das ebenfalls einen Grammy gewann, war eine Komposition von ihm vertreten (Setembro), und er steuerte auch Kompositionen für das Manhattan Transfer-Album Brazil bei. Mit dem Jazz-Trompeter Terence Blanchard nahm er das Album The heart speaks auf, das überwiegend Kompositionen von Lins enthielt (Lins begleitet am Piano und als Sänger). 1987 arbeitete er mit den Crusaders zusammen auf Life in the modern world (mit zwei seiner Kompositionen Life in the modern world und Some people will never learn). 1989 erschien sein Album Love Dance (ein weiterer seiner Standards), das erste auf dem er englisch singt. Mit Toots Thielemans nahm er Brazil 1 and 2 auf, mit Lee Ritenour und Dave Grusin das Jazz-Fusion Album Harlequin.

Seine Kompositionen wurden außerdem u.a. von Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan, Carmen McRae, Nancy Wilson, Diane Schuur, Patti Austin, Take Six und Sergio Mendes interpretiert.

Als Filmkomponist lieferte er den Soundtrack für den brasilianischen Film Dois Córregos.

Im Oktober 2000 gab es ein Tribute-Konzert in der Carnegie Hall in New York zu seinen Ehren (als Album A Love Affair bei Telarc erschienen)

Lins genießt in seiner brasilianischen Heimat so große Popularität, dass er auch die Auseinandersetzung mit dem früheren Militär-Regime des Landes nicht scheuen musste.

Diskographie

  • Agora (1970)
  • Deixa O Trem Seguir (1971)
  • Quem Sou Eu (Philips, 1972)
  • Abre Alas (RCA 1974, 2002)
  • Modo Livre (1974)
  • Chama Acesa (RCA, 1975)
  • Somos Todos Iguais Nesta Noite (EMI/Odeon 1979)
  • Nos Dias de Hoje (EMI/Odeon 1978)
  • A Noite (EMI/Odeon 1979)
  • Novo Tempo (EMI/Odeon 1980)
  • Daquilo Que Eu Sei (Polygram 1981)
  • Depois dos Temporais (Polygram 1983)
  • Juntos (Polygram 1984)
  • Ivan Lins (Som Livre, 1986)
  • Mãos (Polygram 1987)
  • Love Dance (1988)
  • Amar Assim (Polygram 1989)
  • 20 Anos (Som Livre 1990)
  • Awa Yiô (Velas 1992)
  • A Doce Presença de Ivan Lins (1995)
  • Anjo de Mim (Velas 1995)
  • I'm Not Alone (Velas 1996) (englische Version von Anjo de Mim)
  • Acervo Especial, Vol. 2 (1997)
  • Ivan Lins/Chucho Valdés/Irakere/Ao Vivo (1996)
  • Viva Noel: Tributo a Noel Rosa Vols. 1, 2 (Ivan Lins sings Noel Rosa) (Velas 1997)
  • Live at the MCG (Heads up, 1999)
  • Dois Córregos (1999)
  • Um Novo Tempo (1998)
  • A Cor Do Pôr-Do-Sol (2000)
  • Jobiniando (2001)
  • Love Songs - A Quem Me Faz Feliz (2002)
  • I Love Mpb - Amor (2004) (MPB steht für Música Popular Brasileira)
  • Cantando Histórias (2004)
  • Acariocando (2006)

Weblinks

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