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Heinz Sauer (* 25. Dezember 1932 in Merseburg) ist ein deutscher Jazzmusiker.
Leben und WirkenNach ersten Versuchen als Altsaxophonist entschied sich Sauer für das Tenorsaxophon, auf dem er bereits in den 1950ern überzeugte. Seit 1960 langjähriger Weggefährte von Albert Mangelsdorff in dessen Gruppen (bis 1975) und im „Jazz-Ensemble des Hessischen Rundfunks“, aus dem heraus 1974 sich auch die Gruppe Voices mit Bob Degen, Ralf Hübner, Günter Lenz und Günter Kronberg (bzw. nach dessen Tod 1977 Christof Lauer) gründete. 1981 entstand die vielbeachtete Duo-Platte Ellingtonia Revisited gemeinsam mit Degen. 1978 war er der Initiator eines Tenorsaxophon-Summits auf dem Frankfurter Jazzfestival mit seinen Kollegen Archie Shepp und George Adams. Seit 1991 tritt Sauer als Bandleader mit Gruppen in unterschiedlicher Besetzung auf (u.a. Quartett mit Hans Lüdemann als Pianisten, Stephan Schmolck am Bass, zunächst mit dem englischen Schlagzeuger Steve Argüelles oder dem Vibraphonisten Christopher Dell). In den letzten Jahren hat Heinz Sauer durch die Zusammenarbeit mit Michael Wollny erhöhte Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Im Jahre 2005 und 2006 brachte er mit Michael Wollny zwei von Kritikern hochgelobte Alben heraus: "Melancholia" und "Certain Beauty". Beide Alben überzeugen durch Intensität, Gefühl und Impulsivität. Daneben standen Aufnahmen mit u.a. dem Globe Unity Orchestra (1967/70), der NDR-Bigband, Volker Kriegel oder dem südafrikanischen Schlagzeuger Makaya Ntshoko. Gemeinsam mit der Barrelhouse Jazzband trug er auf Konzerten und einer Schallplatte (1972) auch zur Synthese von modernem und traditionellem Jazz bei. Sauer spielt zwar auch Sopransaxophon und Synthesizer, ist aber besonders für den individuellen, heiseren Klang seines Tenorsaxophons und energie- und spannungsgeladene Improvisationen bekannt. "Die kehlige, knurrige Klangfärbung, die kalkulierten Synthesen aus kreischenden Kürzeln und harmonischen Rundungen, all das ist Resultat einer Konzentration auf das Wesentliche des Ausdrucks" (Peter Kemper). Auszeichnungen und AnerkennungenSauer ist auch ein origineller Jazzkomponist. Er erhielt 1991 den Jazzpreis des Landes Hessen, 1999 den Albert-Mangelsdorff-Preis (Deutscher Jazzpreis) und wurde für seine Produktionen wiederholt mit dem Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet. In Frankreich wählte ein Jazzmagazin das Album "Certain Beauty" zum Album des Jahres 2006. Zum 75. Geburtstag stellte der HR2 in seiner Jazznacht vom 29. auf den 30. Dezember 2007 das musikalische Werk Sauers für 6 Stunden in den Mittelpunkt. VeröffentlichungenSauer als Leader und Co-Leader
mit dem HR-Jazzensemble
mit Voices
Sauer als Sideman
Weblinks
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