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Fernando Ortiz Fernández (* 16. Juli 1881 in Havanna; † 10. April 1969 ebenda) war ein kubanischer Wissenschaftler, Politiker und Jurist. Er gilt als Begründer der kubanischen Anthropologie und Musikethnologie. In dieser Funktion war er der Lehrmeister einer ganzen Generation von modernen kubanischen Anthropologen. Er machte sich außerdem einen Namen als Verfasser kriminologischer und historiographischer Schriften. Fernando Ortíz, oder einfach Don Fernando, wurde in Havanna geboren und verbrachte seine Kindheit in Menorca in Spanien. 1895 kehrt er nach Havanna zurück, wo er ein Jurastudium beginnt. Er beendet das Studium in Barcelona in Spanien und erwirbt in Madrid den Doktortitel. F. Ortíz tritt in den Diplomatischen Dienst und ist Konsul in A Coruña, Genf und Marseille. 1906 wird er Anwalt beim kubanischen Rechnungshof, 1908 Professor der Rechte in Havanna, wo er Öffentliches Recht, Politische Ökonomie und Verfassungsrecht lehrt. 1914 ist er Mitbegründer der kubanischen Volksuniversität. Von 1917 an ist er zehn Jahre lang Abgeordneter im kubanischen Parlament für die Liberale Partei. 1931 muss Fernando Ortíz Exil in den USA suchen, weil er sich in einem Manifest gegen den kubanischen Diktator Gerardo Machado gewandt hatte. 1933, nach dem Sturz Machados, kehrt er wieder nach Kuba zurück. 1949 ist Gründungspräsident der kubanischen Friedensbewegung. Wegen seiner bahnbrechenden Forschungen wird Fernando Ortíz auch „Dritter Entdecker Kubas“ (nach Christoph Kolumbus und Alexander von Humboldt) genannt. Einer seiner Schüler ist der kubanische Anthropologe und Schriftsteller Miguel Barnet, der heute die Stiftung Fernando Ortíz leitet. WerkeMitbegründer der:
Nach seinem Tode erschienen:
Literatur
Weblinks
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