FC Arsenal

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FC Arsenal
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Voller Name Arsenal Football Club
Gegründet 1886 als Dial Square
Stadion Emirates Stadium
Plätze 60.355
Vorstand Engländer Peter Hill-Wood
Trainer Franzose Arsène Wenger
Homepage www.arsenal.com
Liga Premier League
2007/08 3. Platz, Premier League
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Auswärts

Der FC Arsenal (offiziell: Arsenal Football Club) – auch bekannt als (The) Arsenal, (The) Gunners oder im deutschen Sprachraum gelegentlich auch Arsenal London – ist ein 1886 gegründeter Fußballverein aus dem Ortsteil Holloway des Nordlondoner Bezirks Islington. Mit aktuell 13 englischen Meisterschaften und zehn FA-Pokalsiegen zählt der Klub zu den erfolgreichsten englischen Fußballvereinen und gehört zur Zeit neben Manchester United, dem FC Chelsea und dem FC Liverpool zu den „großen Vier“ der Premier League.

Erst über 40 Jahre nach der Gründung gewann Arsenal mit fünf Ligatiteln und zwei FA-Pokalen in den 1930er Jahren seine ersten bedeutenden Titel. Der nächste Meilenstein war in der Saison 1970/71 der Gewinn des zweiten englischen „Doubles“ im 20. Jahrhundert. In den vergangenen 20 Jahren etablierte sich Arsenal endgültig zu einem der erfolgreichsten englischen Fußballvereine und beim Gewinn zweier weiterer Doubles zu Beginn der 21. Jahrhunderts blieb die Mannschaft in der Ligasaison 2003/04 ungeschlagen. Zunehmende europäische Ambitionen unterstrich der Verein in der Spielzeit 2005/06, als Arsenal als erster Londoner Verein das Finale der Champions League erreichte.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der „Arsenal Football Club“ besitzt als einer der erfolgreichsten Vereine im englischen Fußball eine lange und umfangreiche Geschichte. Gegründet als Verein von Arbeitern in Woolwich, bezog der Klub im Jahr 1913 das Arsenal Stadium in Highbury. In den vergangenen 80 Jahren konnte man zumeist Erfolge feiern, worunter die äußerst ertragreiche Pionierzeit von Trainer Herbert Chapman in den 1930er Jahren und das erste Double unter Bertie Mee in den 1970ern fiel. Später führte George Graham den Verein in den 1980ern und zu Beginn der 1990er Jahre zu zwei Meisterschaften, einem Double aus den zwei heimischen Pokalen FA-Pokal und Ligapokal und einem Titelgewinn im Europapokal der Pokalsieger. Unter dem Trainer Arsène Wenger gewann Arsenal zwei weitere Doppelerfolge aus englischer Meisterschaft und FA-Pokal in einer Spielzeit und verlor dabei während der kompletten Meisterschaftssaison 2003/04 in der Liga nicht ein einziges Spiel. In der Spielzeit 2005/06 konnte Arsenal erstmals in seiner Geschichte in das Finale der Champions League einziehen.

Frühzeit (1886–1910)

Mannschaftsfoto von Royal Arsenal in der Saison 1888/89
Saison[1] Position
(Liga)
Punkte und
Torquotient[2]
1893/94 9/15 (2) 28/0,945
1894/95 8/16 (2) 34/1,293
1895/96 7/16 (2) 32/1,405
1896/97 10/16 (2) 30/0,971
1897/98 5/16 (2) 37/1,408
1898/99 7/18 (2) 41/1,756
1899/00 8/18 (2) 36/1,419
1900/01 7/18 (2) 36/1,114
1901/02 4/18 (2) 42/1,923
1902/03 3/18 (2) 48/2,200
1903/04 2/18 (2) 49/4,136
1904/05 10/18 (1) 33/0,900
1905/06 12/20 (1) 37/0,969
1906/07 7/20 (1) 44/1,119
1907/08 14/20 (1) 36/0,810
1908/09 6/20 (1) 38/1,061
1909/10 18/20 (1) 31/0,552
Woolwich Arsenal (hier in dunklen Hemden) im FA-Pokal-Halbfinale – dem ersten in der Vereinsgeschichte – gegen Newcastle United (in gestreiften Hemden). Die Partie im Victoria Ground in Stoke-on-Trent gewann Newcastle am 31. März 1906 mit 2:0 Toren.

Arsenal wurde 1886 als Dial Square von einer Gruppe von Arbeitern gegründet, die in der gleichnamigen Werkstatt beim Rüstungsfabrikanten „Royal Arsenal“ in Woolwich im Südosten Londons beschäftigt waren. [3] Angeführt wurde die Mannschaft von dem Schotten David Danskin, der auch für den Verein den ersten Ball erstand. Mit Fred Beardsley stieß zudem ein früherer Torhüter von Nottingham Forest zu der Mannschaft und besorgte später seiner neuen Mannschaft von seinem alten Verein einen Satz roter Trikots, wobei diese Farbe noch bis heute in der Spielkleidung Verwendung findet.

Dial Square absolvierte seine erste Partie am 11. Dezember 1886 gegen die Eastern Wanderers auf einem offenen Spielfeld auf der Halbinsel Isle of Dogs und gewann diese mit 6:0[4]. Der Verein wurde kurze Zeit später in Royal Arsenal umbenannt, wobei dies gemäß den historischen Aufzeichnungen am 1. Weihnachtstag stattfand. Royal Arsenal spielte zunächst auf einem allgemein zugänglichen Platz in Plumstead und zog 1888 zum nahe gelegenen Manor Ground. Bereits 1890 zog der Verein weiter zu dem benachbarten Invicta Ground, bevor er drei weitere Jahre später zum Manor Ground zurückkehrte.

Royal Arsenal konnte in dieser Zeit bereits seine ersten Titel gewinnen, wie beispielsweise den „Kent Senior Cup“ im Jahr 1890 und den „London Senior Cup“ nur ein weiteres Jahr danach. Erstmals am FA-Pokal nahm Royal Arsenal 1889 teil, wo jedoch der große Leistungsunterschied zwischen dem Klub und den professionellen Mannschaften aus Nordengland deutlich wurde. Als weitere Gefahr kam zunehmend das aggressive Abwerben der eigenen Amateurspieler durch Profivereine hinzu, was schließlich dazu führte, dass Royal Arsenal selbst ein Profiverein wurde. Zur gleichen Zeit änderte der Verein seinen Namen in Woolwich Arsenal um.

Woolwich Arsenals Aufstieg zum Profiklub wurde von vielen Amateurklubs im Süden Englands missbilligt, was sich darin äußerte, dass der Verein von lokalen Wettbewerben ausgeschlossen wurde. Als man lediglich Freundschaftsspiele und Partien im FA-Pokal absolvieren konnte, versuchte der Klub ein südliches Pendant zur Football League ins Leben zu rufen. Dieses Vorhaben gelang nicht und führte dazu, dass der Verein einer ungewissen Zukunft entgegen sah. Die Football League rettete Woolwich Arsenal: Als erster südenglischer Verein überhaupt durfte er 1893 zunächst in der zweitklassigen Second Division am Profiligabetrieb teilnehmen.

In der Second Division absolvierte Woolwich Arsenal elf Spielzeiten und belegte dabei vor der Verpflichtung von Harry Bradshaw im Jahr 1899 zumeist einen Mittelfeldplatz. Durch einige spektakuläre Neuverpflichtungen – darunter der erste englische Nationalspieler Arsenals, Torhüter Jimmy Ashcroft, und Mannschaftskapitän Jimmy Jackson – konnte 1904 der Aufstieg in die First Division realisiert werden. Bevor der Verein jedoch auch nur eine Partie in der obersten Spielklasse absolviert hatte, war Bradshaw zum FC Fulham gewechselt. Trotz einiger Achtungserfolge im FA-Pokal, als man 1906 und 1907 jeweils das Halbfinale erreichen konnte, entwickelte sich der Klub fortan negativ.

Als Hauptgrund für den Niedergang galten die anhaltenden finanziellen Probleme, die den Verein trotz der Hochkonjunktur im englischen Fußball des frühen 20. Jahrhunderts begleiteten. Die Probleme waren auch auf die geographische Lage des Klubs zurückzuführen, die sich aufgrund der unterbevölkerten Region in Plumstead in geringen Zuschauerzahlen und -einnahmen auswirkten. Um liquide zu bleiben, musste Woolwich Arsenal seine besten Spieler wie beispielsweise Ashcroft, Tim Coleman und Bert Freeman verkaufen und platzierte sich dadurch immer weiter unten in der Tabelle, was wiederum die finanzielle Situation weiter verschlimmerte. Dies führte zu einer Situation, in der der Verein kurz vor einem Bankrott stand, der erst durch den Aufkauf des Geschäftsmannes Sir Henry Norris im Jahr 1910 abgewendet werden konnte.

Umzug nach Highbury (1910–25)

Saison[1] Position
(Liga)
Punkte und
Torquotient[2]
1910/11 10/20 (1) 38/0,837
1911/12 10/20 (1) 38/0,932
1912/13 20/20 (1) 18/0,351
1913/14 3/20 (2) 49/1,421
1914/15 5/20 (2) 43/1,683
1915-19 Pause: Erster Weltkrieg
1919/20 10/22 (1) 42/0,966
1920/21 9/22 (1) 44/0,937
1921/22 17/22 (1) 37/0,839
1922/23 11/22 (1) 42/0,984
1923/24 19/22 (1) 33/0,635
1924/25 20/22 (1) 33/0,793

Norris war sich über die Probleme und den Zusammenhang mit dem Standort von Woolwich Arsenal bewusst und agierte verzweifelt, um die Einnahmeseite des Vereins zu steigern. Zunächst beabsichtigte er eine Fusion mit dem FC Fulham, zumal er bei beiden Klubs in der Vereinsführung engagiert war. Nachdem dieses Vorhaben von der Football League verhindert worden war, gab Norris diesen Plan auf und suchte nach Möglichkeiten eines Umzugs. Im Jahr 1913, als der Verein als Tabellenletzter in die Second Division abstieg, zog Woolwich Arsenal vom Südosten Londons in das Arsenal Stadium („Highbury“) in den Norden der Stadt. Trotz großer Einwände von sowohl den in Woolwich ansässigen Vereinsanhängern als auch von Einwohnern des Stadtteils Highbury setzte Norris den Umzug hartnäckig durch, wobei dieser von einer Spende des Arsenal-Inhabers über vermutlich 125.000 Pfund für den Bau des neuen Stadions begleitet wurde. Als zusätzlicher Nebeneffekt führte der Umzug dazu, dass der ebenfalls im Südosten Londons beheimatete Verein Charlton Athletic zu einem Profiklub wurde.

Nachdem der Verein 1914 den Zusatz „Woolwich“ abgelegt hatte, trat er fortan als „The Arsenal“ auf und nahm 1919 wieder an der First Division teil, obwohl er in der letzten Spielzeit vor dem Ersten Weltkrieg 1914/15 in der zweiten Liga nur den fünften Platz belegt hatte. Der Grund dafür war die Erweiterung der First Division von 20 auf 22 Teilnehmer, die dazu führte, dass bei der Hauptversammlung der Football League zwei weitere Klubs für die First Division auserwählt wurden. Einer der zusätzlich vergebenen Plätze wurde an den FC Chelsea vergeben, der zuvor als Neunzehnter der First Division eigentlich hätte absteigen müssen. Als weiterer Kandidat für den zweiten Platz standen dann zunächst mit den Tottenham Hotspurs der ursprünglich Tabellenletzte und mit dem FC Barnsley und den Wolverhampton Wanderers die dritt- und viertplatzierten Vereine aus der Second Division zur Disposition.

Die Football League stellte jedoch historische Gründe über den sportlichen Erfolg und entschied sich deshalb für den nur fünftplatzierten Verein The Arsenal. Norris hatte argumentiert, dass Arsenal aufgrund der langjährigen Verdienste für den Ligafußball sowie als erster Ligaverein aus dem Süden den Aufstieg verdiente.[5] Das zuständige Komitee der Football League schloss sich dieser Meinung an und votierte mit 18 Stimmen gegen nur acht Contra-Stimmen für die Bevorzugung von Arsenal gegenüber Tottenham, was in der weiteren Geschichte mitverantwortlich für die lang anhaltende Rivalität zwischen den beiden Klubs sein sollte. Dabei wurde Arsenal vorgeworfen, hinter den Kulissen gemauschelt und in der Person von Sir Henry Norris Bestechungen getätigt zu haben. Ebenfalls wurde bei dem Prozess kritisch beäugt, dass Norris eine persönliche Freundschaft zu John McKenna pflegte, der gleichzeitig Vorsitzender des FC Liverpool und der Football League war.[6] Obwohl keine zuverlässigen Beweise ans Licht gekommen sind, führten doch weitere Aspekte diverser Finanztransaktionen von Norris, die nicht im direkten Zusammenhang mit der Streitfrage um den Aufstieg standen, zu zahlreichen Spekulationen in der Angelegenheit.[7] Seit der Wiederaufnahme in der obersten Spielklasse blieb Arsenal fortan ohne Unterbrechung in dieser Liga und ist damit Rekordhalter bezogen auf die Zugehörigkeitsdauer zu der englischen Eliteliga.

Obwohl der Umzug nach Highbury einen größeren Zuschauerzuspruch zur Folge hatte und die finanziellen Perspektiven deutlich verbesserte, war Arsenals Rückkehr in die First Division nicht sofort von Erfolg gekrönt. Unter Leslie Knighton schloss Arsenal nie besser als auf dem neunten Platz ab und war in der Saison 1923/24 einem erneuten Abstieg bedrohlich nahe. Auch in der anschließenden Saison war trotz eines recht komfortablen Sieben-Punkte-Abstands zur Abstiegszone der 20. Tabellenplatz eine erneute Enttäuschung und Norris entließ Knighton im Mai 1925, um an seiner Stelle mit Herbert Chapman den vormaligen Trainer von Huddersfield Town zu verpflichten.

Die Ära Chapman (1925–34)

Herbert Chapmans Erfolge wurden durch diese bronzene Büste gewürdigt, die sich im Innenraum des Emirates Stadiums befindet.
Saison[1] Position
(Liga)
Punkte und
Torquotient[2]
1925/26 2/22 (1) 52/1,381
1926/27 11/22 (1) 43/0,895
1927/28 10/22 (1) 41/0,953
1928/29 9/22 (1) 45/1,069
1929/30 14/22 (1) 39/1,182
1930/31 1/22 (1) 66/2,153
1931/32 2/22 (1) 54/1,875
1932/33 1/22 (1) 58/1,934
1933/34 1/22 (1) 59/1,596

Chapman führte bei Arsenal zahlreiche Reformen durch und modernisierte dabei vor allem das Training und den Bereich Physiotherapie. Des Weiteren war es auf ihn zurückzuführen, dass auf den Trikots erstmals Nummern hinzugefügt wurden und sich die Farben dahingehend änderten, dass sich zu den vormals rein roten Hemden die Ärmel nun weiß absetzten. Ebenfalls in Chapmans Amtszeit legte der Verein den „The“-Artikel ab und der Pionier stand mutmaßlich hinter der Umbenennung der London-Underground-Haltestelle „Gillespie Road“ in „Arsenal“. Chapman konnte nun über ein deutlich höheres Transferbudget für neue Spieler verfügen, das sich aus den gesteigerten Einnahmen nach dem Umzug und einer neuen Philosophie von Henry Norris begründete. Norris, vormals ein eher vorsichtiger Vereinsvorsitzender, wies nun an, verstärkt Investitionen zu tätigen.

Chapmans erste Spielerverpflichtung war der altgediente Charlie Buchan vom FC Sunderland, der sowohl auf als auch außerhalb des Spielfeldes eine wichtige Rolle spielte. Nach einer 0:7-Niederlage gegen Newcastle United im Oktober 1925 regte Buchan in Reaktion auf die veränderte Abseitsregel einen Wechsel in der taktischen Ausrichtung der Mannschaft an und empfahl dabei eine Umstellung auf das sogenannte „WM-System“, was unter anderem eine Verstärkung der Defensive nach dem Rückzug des Mittelläufers in die Abwehrformation und einen Schutz vor gegnerischen Angriffen über die Flanken durch die Außenverteidiger bedeutete. Im weiteren Verlauf entwickelte Chapman die Formation weiter und legte Schwerpunkte auf eine temporeiche Angriffsreihe mit Flügelspielern, die nach innen zogen, sowie einen kreativen Mittelfeldspieler, der sich für die Ballverteilung verantwortlich zeigen sollte. Chapmans Fähigkeit, diese Positionen mit adäquaten Spielern zu besetzen, sorgte dafür, dass sich langsam eine Mannschaft entwickelte, die begann, den Fußball in England zu dominieren.

In Chapmans erster Saison gewann Arsenal die Vizemeisterschaft, was zu diesem Zeitpunkt das beste Ergebnis in der Vereinsgeschichte darstellte. Dieser Aufwärtstrend konnte jedoch zunächst nicht fortgesetzt werden und Arsenal bewegte sich stets im Mittelfeld der Liga. Chapman baute die Mannschaft dabei fundamental um und verpflichtete neue Akteure, darunter den Flügelspieler Joe Hulme, den Stürmer Jack Lambert sowie die Verteidiger Tom Parker und Herbie Roberts, die er umgehend in seine neue Mannschaft einbaute. Im Jahr 1927 erreichte Arsenal erstmals das Endspiel im FA-Pokal und verlor unglücklich mit 0:1 gegen Cardiff City, nachdem Arsenals Torhüter Dan Lewis einen harmlos wirkenden Schuss durch seine Arme gleiten ließ. Cardiff gewann damit als bis heute einziger nicht-englischer Verein in der Geschichte diesen Pokal.

Chapman ließ sich davon nicht beirren und stockte die Mannschaft weiter auf mit dem zukünftigen Mannschaftskapitän Eddie Hapgood sowie mit den drei weiteren leistungsstarken Offensivspielern David Jack, Alex James und Cliff Bastin. Vor allem Alex James wurde als Spielmacher im Mittelfeld für seine Unterstützung der Flügelspieler und der Sturmreihe als Motor der Mannschaft gefeiert. Drei Jahre später gelangte Arsenal erneut ins FA-Pokalfinale, welches für das Erscheinen des tief fliegenden deutschen Luftschiffes Graf Zeppelin bekannte wurde. Arsenal siegte gegen Chapmans alten Klub Huddersfield Town nach Toren von James und Lambert mit 2:0 und errang somit den ersten großen Titel in seiner Geschichte.

Dieser Sieg begründete den Anfang eines äußerst erfolgreichen Jahrzehnts, in dem Arsenal der dominierende Verein in England wurde. Unter Chapman gewann der Verein in der Saison 1930/31 erstmals die englische Meisterschaft und schoss dabei im Saisonverlauf 127 Tore. Im folgenden Jahr verlor Arsenal das FA-Pokalendspiel umstritten gegen Newcastle United. Arsenal war bereits nach einem Treffer von Bob John mit 1:0 in Führung gegangen, bis ein Ball weit in die Spielhälfte von Arsenal geschossen wurde und die Torauslinie bereits überschritten hatte, was einen Abstoß zur Folge hätte haben müssen.[8] Dennoch flankte Newcastles Flügelspieler Jimmy Richardson den Ball zurück auf das Spielfeld und Jack Allen konnte den Ball zum Ausgleich verwerten. Ein weiteres Tor von Allen sorgte für den letztendlichen 2:1-Sieg der „Magpies“. Einen weiteren Rückschlag musste Arsenal in der Meisterschaft hinnehmen, als der Verein zwar nach einem sehr schwachen Start in die Saison 1931/32 beständig aufholen konnte, am Ende aber mit zwei Punkten Abstand auf den neuen Titelträger FC Everton nur auf dem zweiten Platz landete.

Nur ein Jahr später gewann Arsenal in der Saison 1932/33 seine zweite Meisterschaftstrophäe. Auch diese Spielzeit war von einem schwachen Beginn Arsenals gekennzeichnet, sowie einer stetigen Aufholjagd, die im April 1933 mit dem 5:0-Heimsieg gegen den zweitplatzierten Verein Aston Villa und den damit sichergestellten Titel gekrönt wurde. Mittlerweile war die erste Generation von Chapmans Spielerverpflichtungen in die Jahre gekommen und der Erfolgstrainer begann, mit den Transfers von George Male für Tom Parker und Ray Bowden für David Jack in die Zukunft zu investieren. In diese Zeit fiel auch eine der größten Sensationen in der Geschichte des FA-Pokals, als Arsenal gegen den Drittligisten FC Walsall unterlag. Trotz des Ausfalls von fünf Spielern, die aufgrund einer Influenza hatten pausieren müssen, besaß die Mannschaft über genügend Spielerqualität, verlor aber dennoch mit 0:2. Thomas Black, der den Elfmeter verschuldet hatte, der zum 0:2 führte, wurde von einem aufgebrachten Chapman binnen einer Woche an Plymouth Argyle verkauft.

Der „Meisterschafts-Hattrick“ (1934–39)

Die im Jahr 1936 erbaute Osttribüne des Arsenal Stadiums
Saison[1] Position
(Liga)
Punkte und
Torquotient[2]
1934/35 1/22 (1) 58/2,500
1935/36 6/22 (1) 45/1,625
1936/37 3/22 (1) 52/1,633
1937/38 1/22 (1) 52/1,750
1938/39 5/22 (1) 47/1,341

Nach einem soliden Start in die Saison 1933/34 ereilte den Verein im Januar 1934 ein Schicksalsschlag, als Herbert Chapman plötzlich an einer Lungenentzündung verstarb. Der Interimstrainer Joe Shaw übernahm die Mannschaftsleitung und verteidigte mit dem Verein den Meistertitel, obwohl Hulme und James aufgrund von Verletzungen den Großteil der Spielzeit aussetzen mussten und Arsenal somit aufgrund des geschwächten Angriffs mit 75 Treffen zu verhältnismäßig wenig Toren kam. In der Vorsaison hatte Arsenal noch 118 Tore erzielt.

Zum neuen hauptamtlichen Cheftrainer wurde George Allison – ehemals in der Vereinsführung tätig – ernannt, der der Mannschaft mit den weiteren Neuverpflichtungen frisches Blut hinzufügte, darunter die Mittelfeldspieler Jack Crayston und Wilf Copping sowie der Torjäger Ted Drake. Mit diesen neuen Spielern konnte Arsenal in der Offensive wieder zu alter Stärke zurückfinden, wobei Drake 42 Tore in der Saison 1934/35 erzielte. Mit hohen Siegen wie zum Beispiel dem 7:0 gegen die Wolverhampton Wanderers, dem 8:1 gegen den FC Liverpool sowie den beiden 8:0-Siegen gegen Leicester City und den FC Middlesbrough erreichte Arsenal den dritten Meisterschaftstitel in Serie. Die außergewöhnliche Leistungsstärke zeigte sich auch darin, dass im November 1934 sieben Arsenal-Akteure in der englischen Nationalmannschaft beim Spiel gegen den amtierenden Weltmeister aus Italien standen. England gewann dieses Spiel mit 3:2, das als „Battle of Highbury“ in die Fußballgeschichte einging. 7 Spieler bedeuten bis heute einen Rekord für die meisten Spieler aus einem Verein in der Startelf einer englischen Nationalmannschaft.[9]

Arsenals anhaltender Erfolg zog immer größere Zuschauermengen an, so dass die Heimspielstätte des Klubs kontinuierlich umgebaut wurde. Die ursprünglich von Archibald Leitch erbauten Tribünen wurden abgerissen und durch neue im modernen Art-Déco-Stil ersetzt, die bis zum heutigen Tage existieren. Auch die Nord- und „Clock-End“-Tribüne wurden überdacht. In dem neuen Stadion erreichte der Verein am 9. März 1935 mit 73.295 Zuschauern in der Partie gegen den FC Sunderland seine heute noch gültige Rekordbesucherzahl.

Die Zeit der großen Dominanz von Arsenal kam mit dem FA-Pokalsieg im Jahr 1936 zu seinem Abschluss, als Sheffield United durch ein Tor von Drake mit 1:0 geschlagen wurde. Fortan entwickelten sich die sportlichen Leistungen rückwärtig, nachdem Alex James zurückgetreten war und Spieler wie Bastin ihren Zenit bereits überschritten hatten. Dennoch gewann Arsenal in der Saison 1937/38 noch den fünften Meisterschaftstitel in der Vereinsgeschichte.

Der Zweite Weltkrieg (1939–45)

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1939 wurde der Spielbetrieb in den britischen Profiligen eingestellt. Das Arsenal Stadium diente fortan als sogenannte ARP-Station zum Schutz der Zivilisten vor Luftangriffen, die hinter der Clock End-Tribüne einen Sperrballon betrieb. Während des Blitzkriegs traf eine rund 1,5 Tonnen schwere Bombe die Nordtribüne, zerstörte das Dach und verursachte an dieser Stelle einen Brand. Arsenal absolvierte während des Krieges seine Heimspiele in der White Hart Lane, wo normalerweise Tottenham Hotspur beheimatet ist. Die Spiele während des Krieges hatten keinen offiziellen Charakter, fanden zumeist nur im Rahmen von regionalen Wettbewerben statt und Vereine beendeten in der Regel die einmal begonnenen Spielzeiten nicht. Viele Fußballer dienten in der Armee als Trainer oder Ausbilder, standen somit ihren Vereinen langfristig nicht zur Verfügung und traten nur sporadisch als „Gastspieler“ anderer Vereine in Erscheinung. Arsenal gewann 1943 den sogenannten „Football League War Cup South“ und zudem regionale Meisterschaften in London und in Südengland in den Jahren 1941, 1943 und 1944.

Im November 1945 absolvierte Arsenal eines der außergewöhnlichsten und kontroversesten Spiele in der Vereinsgeschichte, als sich Dynamo Moskau auf einer Tournee im Land befand. Da noch viele Stammspieler in der Armee dienten und diese somit eine große Lücke in der Mannschaft hinterlassen hatten, ergänzte Arsenal seine Mannschaft um sechs Gastspieler, darunter Stanley Matthews und Stan Mortensen. Dies führte dazu, dass Dynamo den Gegner als eine englische Nationalmannschaft einstufte, obwohl sich in der Startelf von Arsenal auch drei Waliser befanden. Das Spiel selbst fand im dichten Nebel statt und die technisch geschicktere Dynamo-Mannschaft gewann die Partie mit 4:3, nachdem Arsenal zur Halbzeit bereits mit 3:1 geführt hatte. Obwohl über den Endstand weitestgehend Klarheit besteht, weichen weitere Detailinformationen über den konkreten Spielverlauf voneinander ab. Nach englischen Berichten setzte Dynamo zwischenzeitlich zwölf Spieler ein und versuchte zudem beim Schiedsrichter einen Spielabbruch zu erwirken, als sich der Verein im Rückstand befand. Im Gegenzug beschuldigten die Sowjets Arsenal, unfair gespielt zu haben. Der Vorwurf, George Allison habe auf den Spielausgang Geld gesetzt, wurde später fallen gelassen.[10] Dadurch, dass der Nebel den Großteil der Aktionen auf dem Spielfeld verbarg - selbst die Identitäten der Torschützen sind umstritten - sowie aufgrund der vorhandenen Sprachbarrieren und der gegenseitigen Verdächtigungen - das Spiel fand während des gerade aufkommenden Kalten Krieges statt -, werden die genauen Geschehnisse vermutlich auch weiter im Verborgenen bleiben.

Die Nachkriegszeit (1945–66)

Saison[1] Position
(Liga)
Punkte und
Torquotient[2]
1946/47 13/22 (1) 41/1,029
1947/48 1/22 (1) 59/2,531
1948/49 5/22 (1) 49/1,682
1949/50 6/22 (1) 49/1,436
1950/51 5/22 (1) 47/1,304
1951/52 3/22 (1) 53/1,311
1952/53 1/22 (1) 54/1,516
1953/54 12/22 (1) 43/1,027
1954/55 9/22 (1) 43/1,095
1955/56 5/22 (1) 46/0,984
1956/57 5/22 (1) 50/1,232
1957/58 12/22 (1) 39/0,859
1958/59 3/22 (1) 50/1,294
1959/60 13/22 (1) 39/0,850
1960/61 11/22 (1) 41/0,906
1961/62 10/22 (1) 43/0,986
1962/63 7/22 (1) 46/1,117
1963/64 8/22 (1) 45/1,098
1964/65 13/22 (1) 41/0,920
1965/66 14/22 (1) 37/0,827

Der Krieg beendete die Karrieren vieler wichtiger Spieler des FC Arsenal, darunter die von Bastin und Drake. Zudem trug der Verein aufgrund der Stadionbaukosten und der Reparaturen der Kriegsschäden eine große finanzielle Bürde, mit der Arsenal in der Folgezeit nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs zu kämpfen hatte. In der dritten Runde des FA-Pokals verlor Arsenal in der Saison 1945/46 nach zwei Spielen mit insgesamt 1:6 Toren gegen West Ham United. Als die Meisterschaft wieder aufgenommen wurde, belegte Arsenal einen enttäuschenden 13. Abschlusstabellenplatz. George Allison erklärte zum Ende dieser Saison seinen Rücktritt und wurde von seinem Assistenten Tom Whittaker ersetzt, der auch schon unter Herbert Chapman gearbeitet hatte.

Der Wechsel zu Whittaker brachte dem Verein unmittelbaren Erfolg mit dem Gewinn der englischen Meisterschaft in der Saison 1947/48. Die Mannschaft wurde von dem Kapitän Joe Mercer angeführt und mit der Treffsicherheit der beiden Angriffsspieler Reg Lewis und Ronnie Rooke übernahm Arsenal im Oktober 1947 die Tabellenführung, die man bis zum Saisonende nicht mehr abgab. Mit langfristige Erfolg war zu diesem Zeitpunkt nicht zu rechnen, da die Arsenal-Mannschaft schon etwas überaltert war und mit Rooke und Mercer entscheidende Spieler besaß, die bereits über 30 Jahre alt waren. Die Reaktion darauf war, dass Whittaker mit Doug Lishman, Alex Forbes und Cliff Holton neue junge Spieler in die Mannschaft einbaute. Obwohl damit noch nicht genügend Qualität erreicht wurde, um erneut in einen Meisterschaftskampf einzugreifen, sorgte diese Kaderauffrischung dafür, dass im Jahr 1950 erneut der FA-Pokal gewonnen wurde. Reg Lewis erzielte die beiden Treffer zum 2:0-Finalsieg gegen den FC Liverpool.

In der Saison 1951/52 spielte Arsenal lange Zeit um das Double, beendete die Spielzeit jedoch letztlich enttäuschend, nachdem eine Verletzungsserie in der Spätphase der Saison die Ziele in weite Ferne rücken ließ. Arsenal verlor die letzten beiden Meisterschaftsspiele, darunter die Auswärtspartie beim späteren Meister Manchester United am letzten Spieltag, und schloss die Saison punktgleich mit Tottenham auf dem dritten Platz ab. Eine Woche später trat Arsenal mit vielen zuvor verletzten Spielern im FA-Pokalfinale gegen Newcastle an. Als sich Walley Barnes in der 35. Spielminute das Knie verdrehte und vom Platz genommen werden musste, spielte Arsenal fortan mit zehn Mann weiter, da Auswechselungen damals noch nicht erlaubt waren. Newcastle konnte diesen Vorteil ausnutzen und gewann die Partie mit 1:0.

Ungeachtet dieser Rückschläge gewann Arsenal in der Saison 1952/53 seine siebte Meisterschaft, nachdem in einem der spannendsten Entscheidungen Preston North End punktgleich und nur aufgrund des besseren Torquotienten, der damals anstatt der heute üblichen Tordifferenz verwendet wurde, auf den zweiten Platz verwiesen wurde. Diese Meisterschaftstrophäe sollte der letzte Titelgewinn Arsenals für die nächsten 17 Jahre bleiben und die sportliche Entwicklungskurve zeigte fortan nach unten, als es nicht mehr gelang, neue spielstarke Akteure anzuheuern. Tom Whittaker verstarb unerwartet im Jahr 1956 und abgesehen von einem dritten Platz in der Saison 1958/59 belegte Arsenal nur noch Plätze im Mittelfeld der Liga. Auch im FA-Pokal feierte Arsenal in dieser Zeit nach dem Finaleinzug von 1952 keine Erfolge mehr und kam bis 1971 nicht mehr über das Viertelfinale hinaus.

Die beiden ehemaligen Spieler des Vereins Jack Crayston und George Swindin folgten Whittaker in dessen Amt nach, konnten jedoch nicht an seinen Erfolg anknüpfen. Im Jahr 1962 vollzog Arsenal mit der Verpflichtung der englischen Fußballlegende Billy Wright einen mutigen Schritt, da Wright noch nicht über Trainererfahrungen verfügte. Wie auch seine unmittelbaren Vorgänger führte Wright Arsenal nicht zu ähnlichen Erfolgen der Vergangenheit, obwohl unter seiner Ägide Arsenals Premiere in einem europäischen Vereinswettbewerb stattfand. Als Siebtplatzierter hatte sich Arsenal in der Saison 1962/63 für den Messepokal qualifiziert. In seiner letzten Trainerspielzeit wies Arsenal mit dem 14. Tabellenplatz die schlechteste Platzierung seit 36 Jahren auf und verzeichnete mit 4.554 den geringsten Zuschauerzuspruch in der Geschichte des Highbury. Der einzige Spitzenspieler bei Arsenal war damals George Eastham, der im Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft 1966 im eigenen Land stand, aber dort in keinem Spiel zum Einsatz kam.

Das erste Double (1966–76)

Saison[1] Position
(Liga)
Punkte und
Torquotient[2]
1966/67 7/22 (1) 46/1,234
1967/68 9/22 (1) 44/1,071
1968/69 4/22 (1) 56/2,074
1969/70 12/22 (1) 42/1,041
1970/71 1/22 (1) 65/2,448
1971/72 5/22 (1) 52/1,450
1972/73 2/22 (1) 57/1,326
1973/74 10/22 (1) 42/0,961
1974/75 16/22 (1) 37/0,959
1975/76 17/22 (1) 36/0,887

In einer überraschenden Entscheidung beförderte der Verein den Physiotherapeuten Bertie Mee in der Nachfolgerrolle Wrights. Dies sollte sich rasch auszahlen, wobei ihm dabei eine junge Spielergeneration half, die für den Verein im Jahr 1966 den FA Youth Cup gewonnen hatte. Dort hatten sich vor allem talentierte Angriffsspieler wie Charlie George, John Radford und Ray Kennedy für die erste Mannschaft empfohlen. Mee ergänzte diese Stärken in der Offensive durch einige erfahrene Kräfte, darunter der Mannschaftskapitän Frank McLintock, der in der zentralen Abwehrformation für Sicherheit sorgen sollte, sowie mit Peter Storey ein defensiver Mittelfeldspieler, der große Stärken im Tackling besaß. Mit diesem neu formierten Team erzielte Mee durch die Finaleinzüge der Jahre 1968 und 1969 im Ligapokal erste Achtungserfolge. In beiden Endspielen verlor Arsenal zunächst mit 0:1 gegen Leeds United, der damals von Don Revie trainiert wurde, und dann sensationell mit 1:3 gegen den Drittligisten Swindon Town.

Trotz dieser Pleite gegen Swindon Town endete die Saison mit einem Teilerfolg, als sich Arsenal aufgrund des vierten Platzes in der Meisterschaft erneut für den Messepokal qualifizierte. Arsenal entschied diesen Wettbewerb 1970 auch für sich, wodurch die erste europäische Trophäe und der erste Titel nach siebzehn Jahren eingefahren wurde. Dabei schlug der Verein im Halbfinale Ajax Amsterdam und nach einem zwischenzeitlichen 0:3 im Finalhinspiel beim RSC Anderlecht verkürzte Ray Kennedy kurz vor Ende der Partie noch auf 1:3. Durch das 3:0 im Rückspiel nach Toren von John Radford, Eddie Kelly und Jon Sammels wurde die Begegnung in einen Sieg umgedreht.

Der größte Erfolg in dieser Ära war der Gewinn des ersten Doubles aus FA-Pokal und englischer Meisterschaft in der Saison 1970/71. Obwohl Arsenal mit einer 0:5-Niederlage gegen Stoke City im September schwach in die Spielzeit gestartet war, agierte die Mannschaft fortan auf konstant hohem Niveau und lieferte sich mit Leeds United ein knappes Titelrennen. Um die Meisterschaft zu gewinnen und Leeds hinter sich zu lassen, musste Arsenal am letzten Spieltag in Tottenham gewinnen. Dies gelang mit einem 1:0-Sieg nach einem Tor von Ray Kennedy. Nur fünf Tage später schlug Arsenal im FA-Pokalendspiel den FC Liverpool im Wembley-Stadion mit 2:1. Arsenal hatte in der Verlängerung den 0:1-Rückstand hinnehmen müssen, konnte jedoch durch den eingewechselten Eddie Kelly ausgleichen und durch den entscheidenden Treffer von Charlie George das Spiel für sich entscheiden.

Das Double stellte sich als eine vorgezogene Hochphase in einem Jahrzehnt dar, das sich als Kette von knapp verpassten Gelegenheiten erwies. Trotz der Verpflichtung des Weltmeisters Alan Ball begann Arsenal die Saison 1971/72 auf schwachem Niveau, verlor im August bereits drei Spiele und musste stark darum kämpfen, die Führungsgruppe noch einzuholen. Arsenal schloss die Spielzeit letztlich auf dem fünften Tabellenplatz ab. Das Debüt im Europapokal der Landesmeister begann vielversprechend, bis Arsenal im Viertelfinale an Ajax Amsterdam scheiterte, das sich angeführt von Johan Cruyff im Zenit seiner Leistungsstärke befand. Arsenal erreichte erneut das FA-Pokalfinale und verlor in einem teilweise unfair und undiszipliniert geführten Spiel gegen Leeds United mit 0:1.

Es folgte eine Vizemeisterschaft in der Saison 1972/73, aber die Mannschaft des Double-Gewinners war binnen eines Jahres auseinander gebrochen und Mee versuchte vergeblich, einen Neuaufbau durchzuführen. Die sportliche Entwicklung verschlechterte sich dramatisch und Arsenal lieferte in den anschließenden beiden Jahren mit dem 16. und 17. Tabellenplatz die schlechtesten Resultate seit mehr als 40 Jahren ab. Auf den gekündigten Mee folgte mit Terry Neill, ein ehemaliger Arsenal-Spieler, der Trainer von Tottenham, obwohl er die Spurs nie in das obere Mittelfeld hatte führen können.

Wechselhafte Zeiten unter Neill und Howe (1976–86)

Saison[1] Position
(Liga)
Punkte und
Tordifferenz
1976/77 8/22 (1) 43/+5
1977/78 5/22 (1) 53/+23
1978/79 7/22 (1) 48/+13
1979/80 4/22 (1) 52/+16
1980/81 3/22 (1) 53/+16
1981/82[11] 5/22 (1) 71/+11
1982/83 10/22 (1) 58/+2
1983/84 6/22 (1) 63/+14
1984/85 7/22 (1) 66/+12
1985/86 7/22 (1) 69/+2

Mit Neill gelang die Rückkehr in die obere Tabellenhälfte, wobei der aufstrebende irische Spitzenspieler Liam Brady maßgeblichen Anteil an diesem Aufwärtstrend hatte. Brady war Teil einer großen irischen Fraktion im Kader, die außerdem Pat Rice, Frank Stapleton, Pat Jennings und den jungen David O'Leary umfasste. Obwohl die Dominanz des FC Liverpool zu dieser Zeit nicht durchbrochen werden konnte, unterstrich Arsenal zum Ende des Jahrzehnts weiterhin durch gute Resultate im FA-Pokal die Zeichen einer sportlichen Konsolidierung. Der Verein erreichte in den Jahren 1978 bis 1980 drei Endspiele in Serie, konnte aber nur das mittlere gegen Manchester United gewinnen. Durch ein erneut sehr gutes Spiel von Brady ging Arsenal nach Toren von Brian Talbot und Frank Stapleton mit 2:0 in Führung und sah fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit bereits wie der sichere Sieger aus. United glich jedoch durch einen Doppelschlag zum 2:2 aus, worauf in der Nachspielzeit der Siegtreffer von Alan Sunderland zum 3:2 nach einer Flanke von Graham Rix folgte.

Die anschließende Saison 1979/80 wurde sehr kräfteraubend, als Arsenal durch das Erreichen von zwei Pokalfinalspielen auf eine Rekordzahl von 70 Pflichtpartien kam, in deren Anschluss Arsenal am Ende dennoch ohne zählbaren Erfolg blieb. Enttäuschend war dabei vor allem die 0:1-Niederlage gegen den Zweitligisten und Außenseiter von West Ham United im FA-Pokalfinale, die durch einen Kopfball von Trevor Brooking besiegelt wurde. In der Zwischenzeit hatte Arsenal auch das Endspiel im Europapokal der Pokalsieger erreicht und stand dort durch das entscheidende Tor von Paul Vaessen im Halbfinalsieg gegen Juventus Turin dem spanischen Verein FC Valencia gegenüber. Das Finale endete in der regulären Spielzeit torlos, und Arsenal verlor die Begegnung nach Elfmeterschießen, in dem Brady und Rix ihre Strafstöße vergeben hatten.

Liam Brady verließ Arsenal im Sommer 1980 zu Juventus Turin, und Arsenal ging einer weiteren Phase der Stagnation entgegen. Der Verein befand sich zwar zu Beginn der 1980er Jahre unter den besten vier englischen Mannschaften, konnte aber nie ernsthaft in die Meisterschaft eingreifen oder vergangene Erfolge im FA-Pokal wiederholen. Die beste FA-Pokal-Serie fand dabei in der Saison 1982/83 statt, als man sich erst im Halbfinale Manchester United geschlagen geben musste.

Während seiner Amtszeit hatte Neill stets Probleme mit der Mannschaftsführung und überwarf sich mit vielen seiner Spieler wie zum Beispiel mit Alan Hudson und Malcolm Macdonald und konnte das Alkoholproblem im Kader, wie es in vielen englischen Mannschaften auch heute immer noch vorherrscht, nicht in den Griff bekommen.[12] Dazu kam, dass viele Neuverpflichtungen, darunter die von Charlie Nicholas, nicht unmittelbar zur Qualitätssteigerung beitrugen. Neill wurde nach einem schlechten Saisonstart – mit dem Tiefpunkt einer sensationellen Niederlage im Ligapokal gegen den unterklassigen FC Walsall – im Dezember 1983 entlassen.

Neuer Trainer beim FC Arsenal wurde Don Howe, der dem Verein bereits in mehreren Funktionen unter anderen auch als Spieler gedient hatte, aber mit Arsenal auch nicht in die Nähe eines Titelgewinns kam. Obwohl der Verein unter Howe mit dem sechsten und siebten Platz in der Meisterschaft keine übermäßig schlechte Bilanz aufzuweisen hatte, verlor er im FA-Pokal der Saison 1984/85 wiederum überraschend gegen einen Drittligisten – in diesem Fall gegen York City. Die Anhänger begannen damit, ihrer Enttäuschung über die ausbleibenden Erfolge Ausdruck zu geben, und die Zuschauerzahlen fielen unter die 20.000er-Grenze. Als Howe im März 1986 darüber Kenntnis erhielt, dass das Präsidium mit Terry Venables in Verhandlungen über das Traineramt des FC Arsenal stand, trat er zurück.[13]

Die Jahre unter George Graham (1986–95)

Saison[1] Position
(Liga)
Punkte und
Tordifferenz
1986/87 4/22 (1) 70/+23
1987/88 6/22 (1) 66/+19
1988/89 1/22 (1) 76/+37
1989/90 4/22 (1) 62/+16
1990/91 1/22 (1) 83[14]/+56
1998/99 4/22 (1) 72/+34
1992/93 10/22 (1) 56/+2
1993/94 4/22 (1) 71/+25
1994/95 12/22 (1) 51/+3

Im Sommer 1986 verpflichtete der Verein mit George Graham einen ehemaligen Arsenal-Spieler sowie den vormaligen Trainer des FC Millwall als Nachfolger für Howe. Damit wurde der Grundstein für die nächste erfolgreiche Ära gelegt, da Graham viele alte Spieler des Vereins aussortierte und durch Neuverpflichtungen sowie durch verstärkte Förderungen von jungen Arsenal-Talenten ersetzte. Auch eine Verschärfung der Disziplin sowohl auf als auch außerhalb des Spielfeldes gehörte zu den ersten Aufgaben Grahams. Arsenals Formkurve zeigte durch diese Maßnahmen direkt steil nach oben und der Verein stand an den Weihnachtstagen 1986 erstmals in diesem Jahrzehnt wieder an der Tabellenspitze, was auch symbolisch ein günstiger Zeitpunkt angesichts des hundertjährigen Vereinsjubiläums war.

Neben dem vierten Meisterschaftsplatz in Grahams erster Saison gewann er mit seinem neuen Verein auf Anhieb den Ligapokal, wobei die Mannschaft viele schon verloren geglaubte Partien noch umgedreht hatte. Arsenal befand sich im Halbfinalrückspiel gegen die Spurs bereits mit insgesamt zwei Toren im Rückstand, bevor zwei eigene Treffer ein Entscheidungsspiel erzwangen. In diesem ging Tottenham erneut mit 1:0 in Führung, die Arsenal noch durch zwei späte Treffer von Ian Allinson und David Rocastle in einen Sieg umwandelte. Im Endspiel drehte Charlie Nicholas einen zwischenzeitlichen 0:1-Rückstand mit zwei Toren in einen Sieg um und sorgte somit dafür, dass Arsenal erstmals den Ligapokal gewann.

Obwohl Arsenal das nächste Ligapokalfinale durch eine überraschende Niederlage gegen Luton Town verlor, verbesserten sich die Darbietungen in der englischen Meisterschaft kontinuierlich. Grahams Mannschaft entwickelte eine außerordentlich disziplinierte Defensive, die von Tony Adams, Lee Dixon, Steve Bould und Nigel Winterburn verkörpert wurde und in dieser Form die Basis für die Verteidigungslinie über ein ganzes Jahrzehnt hinweg bildete. Trotz der anders verlauteten Meinung in der Öffentlichkeit war Grahams Mannschaft nicht ausschließlich defensiv orientiert und brachte leistungsstarke Mittelfeldakteure wie David Rocastle, Michael Thomas und Paul Merson, sowie den Stürmer Alan Smith hervor, der stets auf eine Torquote von über 20 Treffern pro Saison kam.

Zum Ende von Grahams dritter Saison gewann Arsenal 1989 auf dramatische Art seine erste Meisterschaft seit 1971. Nachdem Arsenal die Tabelle seit Weihnachten 1988 angeführt hatte, zog Liverpool nach einer Niederlage Arsenals gegen Derby County und einem Remis gegen den FC Wimbledon im Mai vorbei. Arsenal schien die Meisterschaft schon verspielt zu haben, als der Verein am letzten Spieltag am 26. Mai zum Showdown im Anfield-Stadion antrat. Arsenal benötigte einen Sieg mit zwei Toren Differenz und Liverpool war als frisch gebackener FA-Pokalsieger Favorit auf den Gewinn des Doubles. Nachdem Alan Smith früh in der zweiten Halbzeit das 1:0 erzielt hatte, konnte Arsenal den notwendigen zweiten Treffer auch nach Ablauf der 90 Minuten nicht nachlegen. Nur noch wenige Sekunden verblieben in der Nachspielzeit, als Smith den Ball zum jungen Michael Thomas abgab, der das Spielgerät anschließend ruhig über Bruce Grobbelaar ins Tor hob und somit Arsenal zur Meisterschaft verhalf.

Die Titelverteidigung gelang Arsenal in der nächsten Saison nicht und schloss die Spielzeit auf dem vierten Platz hinter dem neuen Meister Liverpool sowie Aston Villa und Tottenham Hotspur ab. Aufgrund der Sperre für englische Vereine im Nachgang der Heysel-Katastrophe durfte Arsenal zudem an europäischen Vereinswettbewerben nicht teilnehmen.

Graham verstärkte weiterhin den Kader und verpflichtete dabei den Torhüter David Seaman, sowie den schwedischen Flügelspieler Anders Limpar. Beide Akteure fügten sich in die Mannschaft ein und holten mit Arsenal in der Saison 1990/91 erneut die Meisterschaft, obwohl der Klub im Verlauf zwei Rückschläge erlitten hatte. Im Oktober 1990 wurden Arsenal zwei Punkte abgezogen, nachdem zehn Spieler des Vereins in eine Rauferei mit Gegenspielern von Manchester United beteiligt gewesen waren. Zudem wurde Tony Adams im Dezember 1990 wegen Trunkenheit am Steuer zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt. Dies hinderte Arsenal jedoch nicht an konstant guten Leistungen in einer Saison, in der der Klub nur ein einziges Meisterschaftsspiel verlor. Arsenal erreichte auch das FA-Pokal-Halbfinale und stand dort den Tottenham Hotspurs gegenüber. Bereits nach fünf Minuten erzielte Paul Gascoigne per Freistoß aus großer Distanz den Führungstreffer und Tottenham konnte durch den 3:1-Sieg das mögliche Double Arsenals frühzeitig verhindern.

Im Oktober 1991 verpflichtete Arsenal von Crystal Palace mit Ian Wright den fortan zweitbesten Torschützen in der Vereinsgeschichte und zog in dieser Spielzeit erstmals seit der Saison 1971/72 wieder in einen europäischen Landesmeisterwettbewerb ein. Dort verlor man in der zweiten Qualifikationsrunde der Champions League gegen Benfica Lissabon und verpasste den Zugang zu den Gruppenspielen. Die Spielzeit entwickelte sich weiter durchwachsen, nachdem Arsenal im FA-Pokal gegen den niederklassigen AFC Wrexham verlor und den vierten Platz in der Meisterschaft belegte.

Nach dieser Saison vollzog Graham einen Taktikwechsel und ließ defensiver spielen. Diese vorsichtigere Mannschaftsausrichtung hatte zur Folge, dass sich das Team fast ausschließlich auf Torerfolge von Wright verließ und die anderen Mannschaftsteile weniger offensiv orientierten. Nachdem Arsenal zwischen 1986 und 1992 durchschnittlich 66 Meisterschaftstore erzielt hatte - dabei alleine 81 in der Saison 1991/92 -, waren es zwischen 1992 und 1995 nur noch 48. Das Minimum stellen die 40 Treffer in der Spielzeit 1992/93 dar, als Arsenal in der ersten Premier-League-Saison nur auf dem zehnten Platz landete und weniger Treffer als jeder andere Verein in der Liga erzielte.

Arsenals Form in der Liga war zwar enttäuschend, aber in den Pokalwettbewerben zeigte der Verein deutlich bessere Leistungen, als er als erster Verein das „FA-und-Liga-Pokal-Double“ in der Saison 1992/93 gewann. Im Ligapokalendspiel trat Arsenal gegen Sheffield Wednesday an und gewann von Merson angeführt nach einem 0:1-Rückstand durch den entscheidenden Treffer von Steve Morrow mit 2:1. Im FA-Pokal-Halbfinale gewann Arsenal gegen die Spurs und nahm somit Revanche für die Niederlage im Jahr 1991. Im Endspiel wartete erneut Sheffield Wednesday auf Arsenal, das einen Treffer von Wright durch Chris Waddle ausglich. Als auch nach 120 Minuten noch kein weiteres Tor gefallen war, entschied ein Kopfball von Andy Linighan nach einem Eckball die Partie und brachte dem FC Arsenal das Pokaldouble.

In der Saison 1993/94 gewann Arsenal seine zweite europäische Trophäe, wobei die Mannschaft im Finale des Europapokals der Pokalsieger mit den Verletzungen der Schlüsselspieler John Jensen und Martin Keown sowie der Sperre von Ian Wright zu kämpfen hatte. Dennoch wurde der Titelverteidiger und Favorit AC Parma mit 1:0 in Kopenhagen mit einer sehr defensiv geführten Vorstellung durch einen Volley-Linksschuss von Alan Smith in der 21. Minute besiegt. Dieser Erfolg sollte der letzte Titelgewinn von George Graham sein, da der Schotte im folgenden Februar nach neun Jahren für Arsenal entlassen wurde. Man hatte festgestellt, dass er 1992 eine illegale Zahlung über 425.000 britische Pfund von dem norwegischen Spieleragenten Rune Hauge im Zusammenhang mit dem Kauf der Spieler Pål Lydersen und vor allem John Jensen entgegen genommen hatte. [15]

Bruce Rioch: Die Zwischenperiode (1995–96)

Saison[1] Position
(Liga)
Punkte und
Tordifferenz
1995/96 5/20 (1) 63/+17

Bis zum Ende der Saison 1994/95 übernahm mit Stewart Houston der ehemalige Co-Trainer vorübergehend die Mannschaftsleitung. Arsenal stand am Ende dieser Spielzeit auf einem enttäuschenden zwölften Tabellenplatz, erreichte jedoch nach einem Halbfinalsieg im Elfmeterschießen gegen Sampdoria Genua – beide Mannschaften hatten zuvor nach der jeweils regulären Spielzeit eine Partie mit 3:2 gewonnen – erneut das Finale im Europapokal der Pokalsieger. Dort stand man dem spanischen Vertreter Real Saragossa gegenüber, dessen Führungstreffer durch Juan Esnáider von John Hartson für Arsenal ausgeglichen wurde, bevor dann der Mittelfeldspieler Nayim mit der letzten Aktion in der 120. Minute per Weitschuss von der Mittellinie das Spiel für Saragossa entschied. David Seaman, der noch im Semifinale im gewonnenen Elfmeterschießen triumphiert hatte, konnte nicht schnell genug in sein Gehäuse zurückeilen und berührte den Ball nur noch leicht mit einer Hand, als dieser ins Tor fiel. Die Finalniederlage stellte somit einen Tiefpunkt in einer schwachen Gesamtsaison dar.

Im Juni 1995 verpflichtete Arsenal Bruce Rioch, der gerade die Bolton Wanderers in das Ligapokalendspiel und zurück in die oberste englische Spielkasse geführt hatte, als neuen Trainer. Der Kauf des niederländischen Stürmers Dennis Bergkamp von Inter Mailand für 7,5 Millionen Pfund brach den bis zu diesem Zeitpunkt gültigen Ablöserekord im englischen Fußball. Bergkamp bildete fortan mit Wright den ertragreichen Angriff in einer Mannschaft, die sich durch das Erreichen des Halbfinals im Ligapokal rehabilitierte. Der fünfte Platz in der Meisterschaft berechtigte zudem zur Teilnahme an dem UEFA-Pokal-Wettbewerb und nährte die Hoffnung, künftig wieder im Titelrennen eingreifen zu können. Die „Ära Rioch“ endete im August 1996 vorzeitig, nachdem sich Rioch aufgrund der Transferpolitik mit der Vereinsführung zerstritt, was einen monatelangen Unruhezustand zur Folge hatte. Stewart Houston übernahm die Mannschaftsleitung erneut für einen Monat auf Interimsbasis, bevor er zurücktrat, um sich den Queens Park Rangers anzuschließen. Bis zur Verpflichtung des Franzosen Arsène Wenger im September übernahm der Jugendtrainer