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Erwin Lehn (* 8. Juni 1919 in Grünstadt, Pfalz) ist ein deutscher Musiker und ehemaliger Orchesterleiter. LebenLehns musikalische Laufbahn begann 1945 als Pianist und Arrangeur in dem von Michael Jary geleiteten Radio-Berlin-Tanzorchester (RBT), das er von 1947 bis 1951 zusammen mit Horst Kudritzki leitete. Am 2. April 1951 gründete er das Tanzorchester des Süddeutschen Rundfunks (SDR) in Stuttgart, das er bis 1992 leitete. Es entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit von einer Rundfunk-Kapelle zu einer modernen swingenden Big Band: Erwin Lehn und sein Südfunk-Tanzorchester. Neben der Band von Kurt Edelhagen beim Südwestfunk wurde das Südfunk-Tanzorchester in den folgenden Jahren zu einer der führenden Swing-Big-Bands in der Bundesrepublik Deutschland. Zahlreiche Gastauftritte legendärer Jazzmusiker der 1950er und 1960er Jahren zeugen von der Anerkennung, die der Orchesterleiter in der Fachwelt genoss.[1] Mit Dieter Zimmerle und Wolfram Röhrig begründete Lehn 1955 für den SDR die Sendung Treffpunkt Jazz. Dort musizierte Lehn mit internationalen Jazz-Größen wie Miles Davis, Chick Corea oder Chet Baker. Lehn hatte jedoch auch keine Berührungsängste gegenüber guter Unterhaltungsmusik außerhalb des Jazz. Dies beweist die Zusammenarbeit mit vielen Größen dieses Genre wie Alice Babs, Josephine Baker, Bibi Johns, Greetje Kauffeld, Marika Rökk, Anneliese Rothenberger, Caterina Valente, Peter Alexander, Bully Buhlan, Udo Jürgens und Bill Ramsey. Er komponierte und textete zahlreiche Schlager und schrieb die Musik zu mehr als 50 Spielfilmen. Als Leiter der Big Band an der Stuttgarter Musikhochschule seit 1974 und Professor (seit 1985) erwarb sich Erwin Lehn auch große Verdienste in der Förderung des Musiker-Nachwuchses. 1998, mit der Fusion von SWF und SDR, wurde das Orchester in SWR-Bigband umbenannt. Erwin Lehn wurde 2001 für sein Lebenswerk mit der German Jazz Trophy geehrt. Er ist bekennender Fan der Stuttgarter Kickers, für deren Vereinslied er die Musik schrieb. Anmerkung
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