Donna Lee

Donna Lee ist eine Jazz-Komposition von Charlie Parker, unter Mitwirkung von Miles Davis[1] im Jahr 1947 entstanden.

Inhaltsverzeichnis

Der Titel

Das Jazz-Thema Donna Lee[2] war ein häufig gespieltes Bebop-Stück. Es steht in As-Dur und basiert auf den Harmonien des Jazz-Standards Indiana (Back Home Again In Indiana), komponiert von James Henley 1917, welcher ein viel gespielter Swing-Klassiker war. Der Anfang von Donna Lee ist ein typisches Beispiel für die im Modern Jazz übliche rhythmische Verschiebung einer Phrase.

Die Komposition gehörte schon früh zum klassischen Repertoire des Bebop und wurde außer von Parker und Miles Davis 1947 u.a. auch von Slide Hampton, Peter Herbolzheimer, Herb Geller, Lee Konitz, Howard McGhee, Steve Lacy, Bobby McFerrin, Joe Pass, Art Pepper, Oscar Peterson, Archie Shepp, Clark Terry, Claude Thornhill und Helge Schneider eingespielt.

Eine der virtuosesten "Donna Lee"-Interpretationen ist das Solo des Bassisten Jaco Pastorius (mit Don Alias an den Congas) auf seinem Jaco Pastorius-Debut Album von 1976. [3] Donna Lee war ein bevorzugtes Stück des Avantgarde Jazz Saxophonisten Anthony Braxton, der es mehrere Male einspielte. Es ist auch das letzte Stück, das der Trompeter Clifford Brown vor seinem tragischen Unfalltod aufgenommen hatte.

Weblinks

Literatur/Quellen

  • Bielefelder Katalog Jazz 2001
  • Carlo Bohländer, Karl-Heinz Holler & Christian Pfarr: Reclams Jazzführer; Reclam, Stuttgart, 1990
  • Peter Niklas Wilson & Ulfert Goeman: Charlie Parker, Oreos, Schaftlach, 1988


Anmerkungen

  1. Obwohl Donna Lee offiziell immer Charlie Parker zugeschrieben wurde, hat Miles Davis stets darauf bestanden, diesen Titel komponiert zu haben, was auch allgemein anerkannt wird. Andererseits hat Davis die Frage der Urheberschaft selbst nicht immer genau genommen: Die Jazzstandards "Four" und "Tune Up" wurden beispielsweise von Eddie Vinson), "Solar" von Chuck Wayne, und "Blue In Green" von Bill Evans komponiert.
  2. Der Titel bezieht sich auf den Namen eines längst vergessenen Jazzbassisten aus dem Bebop-Umfeld. Eine andere Möglichkeit für die Namensgebung durch Parker/Davis könnte der Bassist Curly Russell gewesen sein, so dass der Titel nach dessen Tochter Donna Lee Russell benannt sein könnte.
  3. Eine Transkription hat Lucas Pickford vorgenommen

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