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Charlie Christian (* 29. Juli 1916 in Dallas, Texas; † 2. März 1942 in New York City) war einer der bekanntesten Gitarristen des Jazz und gehört zu den Pionieren des Spiels auf der elektrisch verstärkten Gitarre.
Leben und WirkenChristian stammte aus einer musikalischen Familie und lernte zunächst Tenorsaxophon und Bass vom Vater. Er wuchs in Oklahoma City in einem ärmlichen Schwarzenviertel auf, wo er schon früh mit dem texanischen Country Blues in Berührung kam. Die Eltern hatten als Trompeter und Pianistin zur Untermalung von Stummfilmen gearbeitet und musizierten mit ihren Kindern zu Hause. Christian begann in diesem Umfeld schon früh, auf einer selbst gebastelten Gitarre Musik zu spielen und mit der Schulband aufzutreten. Schon während seiner Kindheit hörte er die Bands, die im Südwesten spielten, wie die "Blue Devils" und die "Twelve Clouds of Joy" von Andy Kirk. Ab 1934 spielte der junge Charlie Christian in mehreren Bands, wie dem Orchester von Alphonso Trent und dem Jeter-Pillars Orchestra in St. Louis, wodurch er rasch lokal bekannt wurde. Er war damals auch Begleiter von durchreisenden Musikern wie Teddy Wilson und Art Tatum und wurde er von Mary Lou Williams an Jazz-Impresario John Hammond empfohlen, der ihn 1939 nach New York brachte, wo Christian durch Hammonds Empfehlung Mitglied der Band von Benny Goodman wurde. Meist in kleineren Besetzungen[1] und mit einigen Mitgliedern der Count-Basie Bigband sowie Goodman Klarinette selbst spielten sie eine ganze Reihe von Aufnahmen ein, in denen sein elektrisch verstärktes Single-Note-Spiel voll zur Geltung kam. Daneben nahm Christian zusammen mit der Big Band von Goodman das Stück "Solo Flight" auf, das ihn als Solisten herausstellte. Christian stützte seine Themen von Anfang an auf eine Reihe typischer Riffs aus dem Südwesten; "Flying Home", A Smo-o-o-oth One" und "Air Mail Special" waren frische, zündende und erregende Stücke, die der Jazzmusik neues Leben verliehen.[2] Charlie Christian war – wie auch Lester Young – einer der Ersten im Jazz, die in ihren Improvisationen längere Melodielinien spielten, dabei Dreiklangserweiterungen (vor allem None und Sexte) verwendeten und damit als Vorreiter des Bebop gelten können – ein Jazz-Stil, der Mitte der 1940er Jahre populär werden sollte (wenn Christian selbst auch kein ausgesprochener Bop-Gitarrist war). Für seine musikalischen Ideen fand Christian im Harlemer Minton's Playhouse in Gesellschaft von Musikern wie Thelonious Monk, Dizzy Gillespie, Kenny Clarke oder Don Byas einen sicheren Stützpunkt. Sobald er abends seine Arbeit bei Goodman im Pennsylvania Hotel beendet hatte, stürzte er zum Minton's, um wie besessen zu jammen, bis alle heimgingen, so Arrigo Pollilo.[3] Neben den Studioaufnahmen mit Goodman sind es die herausragenden Sessions, die 1941 in "Minton's Playhouse" in New York von einem Amateur mitgeschnitten wurden und die Christian in Hochform zeigen. Charlie Christian starb 1942 mit 25 Jahren an Tuberkulose, die er Ende der 30er Jahre bekam und wegen der er ab 1940 mehrfach im Krankenhaus war. Charlie Christian war neben Eddie Durham (Posaune, E-Gitarre, Arrangement)[4] einer der ersten, der die elektrisch verstärkte Gitarre populär machte (in diesem Fall eine Gibson ES-150, also eine vollakustische Jazz-Gitarre mit einem Single-Coil-Tonabnehmer). Zitate
Auswahldiskographie
Literatur
Anmerkungen
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