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Billy Eckstine (* 8. Juli 1914 in Pittsburgh, Pennsylvania als William Clarence Eckstein; † 8. März 1993 ebda.) war ein US-amerikanischer Jazzsänger und Bandleader, der auch Trompete, Posaune und Gitarre spielte. Auch als Billy X. Stine trat er kurzzeitig auf. Sein Spitzname war Mr. B. Mit seiner Band übte er großen Einfluss auf die Entwicklung des Modern Jazz, vor allem auf den entstehenden Bebop aus. Leben und WirkenBilly Eckstine begann seine Karriere, als er einen lokalen Gesangswettbewerb mit einer Imitation von Cab Calloway gewann. Er spielte kurz in der Big Band von Tommy Myles, setzte aber zunächst seine Ausbildung fort. Nach einem Jahr verließ er die Universität endgültig; 1939 stellte ihn Earl Hines in seiner Big Band als Sänger und Trompeter ein. Er konnte erreichen, das Earl Hines die jungen Talente Charlie Parker und Sarah Vaughan in die Band holte. Nachdem er bis 1943 in der Hines-Band gearbeitet hatte, startete er zunächst eine Solokarriere als Sänger. Auf Anraten Dizzy Gillespies gründete er schließlich eine eigene Band, die von 1944 bis 1947 bestand und viele junge Musiker aus der Hines-Band dazu gewann. Dort spielten wichtige Jazzmusiker wie die Saxophonisten Gene Ammons, Dexter Gordon, Lucky Thompson, Charlie Parker, Wardell Gray, Budd Johnson, Leo Parker, die Trompeter Dizzy Gillespie, Miles Davis, Kenny Dorham, Fats Navarro, der Schlagzeuger Art Blakey sowie die Sängerinnen Lena Horne und Sarah Vaughan. Eckstine bildete später ein Oktett, trat solo auf, wurde dann ein populärer Balladensänger und war erfolgreich mit Titel wie A Cottage for Sale und Prisoner of Love. Er galt als erster größerer erfolgreicher afroamerikanischer Sänger. 1947 erhielt er einen Plattenvertrag beim neu gegründeten MGM-Label. In diesem Jahr hatte er einen Hit mit dem Standard Everything I Have is Yours von Burton Lane und Harold Adamson. Er komponierte den Bluesklassiker Jelly, Jelly und nahm T-Bone Walkers Stormy Monday Blues auf. Zu seinen größten Erfolgen zählen Aufnahmen von Caravan (1949), My Foolish Heart (1950), I Apologize, No One But You und Gigi. Zu Beginn der 1950er Jahre ging seine Popularität zurück; sein letzter Hit war Passing Strangers im Duett mit Sarah Vaughan 1957. In seiner weiteren Karriere wechselte Eckstine von Label zu Label und trat vorwiegend bei Live-Konzerten auf. Eckstine kehrte immer wieder kurz zu seinen Jazz-Wurzeln zurück und nahm, außer mit Vaughan, auch mit Count Basie und Quincy Jones auf. Auf dem Livealbum von 1960 No Cover, No Minimum spielte Eckstine ein paar Trompetensolos. Er nahm dann mehrere Alben für die Label Mercury und Roulette auf; in der Mitte der 1960er Jahre spielte er auf dem Motown-Label einige Titel ein. In den 1970er Jahren entstanden nur wenige Platten; seine letzte war das für den Grammy nominierte Album Billy Eckstine Sings with Benny Carter im Jahr 1986. Eckstine wird u. a. auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. Auswahldiskographie
Literatur
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