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Arkansas [ˈɑɹkənsɔː] ist einer der südlichen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Beinamen Arkansas sind „The Natural State“ und „Land of Opportunity“ (dt. Land der Möglichkeit). Die Hauptstadt ist Little Rock. Der Name Arkansas rührt von der französischen Aussprache des indianischen Wortes der Quapaw her, das sinngemäß Land der flussabwärts gelegenen Menschen bedeutete. Die offizielle Aussprache [ˈɑɹkənsɔː] (wie englisch are-can-saw) wurde 1881 durch einen Beschluss des Bundesstaats festgelegt.
GeografieDer Mississippi River formte im Laufe der Zeit die östliche Grenze von Arkansas, während zwischen Clay County und Greene County der St. Francis River die westlichen Gebiete prägte. Vielerorts mäandert der Mississippi heute abseits seines ursprünglichen Flussbetts.[1] Arkansas ist ein Bundesstaat, der von Bergen, dichten Wäldern und fruchtbaren Ebenen geprägt wird. Der Nordwesten ist Teil des Ozark-Plateaus sowie der Boston Mountains; im Süden gehören die Ouachita Mountains dazu, die vom Arkansas River abgeteilt werden. Die südlichen und östlichen Gebiete Arkansas' werden als Lowlands bezeichnet. Alle dortigen Gebirge gehören zur U.S. Interior Highlands-Region - der einzigen größeren Gebirgsregion zwischen den Rocky Mountains im Westen und den Appalachen im Osten der Vereinigten Staaten.[2] Die sogenannten Lowlands sind auch bekannt unter der Bezeichnung ihrer Regionen: Grand Prairie und Mississippi embayment. Das Delta des Arkansas River ist eine flache Landschaft, die ebenfalls durch den nahgelegenen Mississippi geprägt wurde. Beide genannten Regionen sind fruchtbare Agrarlandschaften. Dabei wird die Delta Region durch eine ungewöhnliche geologische Struktur, die Crowley's Ridge, geteilt. Ein schmales Band von kleineren Hügeln zwischen 65 und 170 m hoch durchzieht als Gliederung die Ebene. Diese Hügel waren wohl ursprünglich eine Insel zwischen dem Mississippi und dem Ohio River. Arkansas besitzt eine große Anzahl natürlicher Höhlen, wie z. B. der Blanchard Springs Caverns, und hat in der Nähe von Murfreesboro das einzige natürliche Vorkommen von Diamanten in den USA.[3] Der höchste Punkt ist der Mount Magazine im Norden des Staates mit 839 Metern. Sehenswert ist der Hot-Springs-Nationalpark und die Blanchard Springs Caverns, eine Tropfsteinhöhle von nationaler Bedeutung. NachbarstaatenDie östliche Grenze Arkansas' ist der Mississippi River, der Arkansas von Tennessee und Mississippi trennt. Im Süden grenzt Arkansas an Louisiana, im Westen an Texas und Oklahoma und im Norden an Missouri. GliederungArkansas besteht aus 75 Countys (Bezirken). KlimaArkansas zeichnet sich durch ein feucht gemäßigtes subtropisches Klima aus, das von feuchtem Kontinentalklima des nördlichen Hochlandes begrenzt wird. Auch wenn der Bundesstaat nicht direkt an den Golf von Mexiko grenzt, liegt er nah genug in dessen klimatischer Einflusssphäre. Generell wird das Klima durch sehr heiße und feuchte Sommer sowie trockene und milde Winter bestimmt. In Little Rock liegen beispielsweise die Durchschnittstemperaturen des Sommers um 32 °C und die des Winters um 10 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt mit lokalen Abweichungen zwischen 1.000 to 1.500 mm/m², wobei es im Süden etwas trockener als im Norden ist. Schneefälle sind durchaus üblich, aber mit durchschnittlich 13 cm wenig ergiebig. Trotz seines subtropischen Klimas ist Arkansas für sein stellenweises extremes Wetter bekannt. Zwischen den Great Plains und dem Golf von Mexiko gelegen verzeichnet man im Jahr bis zu 60 Gewitterstürme. Als Teil der Tornado Alley treten Tornados durchaus in Arkansas auf und einige wenige der stärksten Tornados haben auch das Staatsgebiet betroffen. Weit genug von der Küste entfernt, um einem direkten Schlag eines Hurrikans zu entgehen, treten die starken Regenfälle eines Orkansystems und kleinere Tornados durchaus häufiger auf. BevölkerungIn Arkansas leben 2.810.872 Einwohner (Stand: Census 2006), davon 78,6 % Weiße, 15,6 % Farbige und Afro-Amerikaner, 4,9 % Hispanics, 1,0 % Asiaten, 0,8 % Indianer. Es gibt 1.273.433 Haushalte.[4] ReligionDie wichtigsten Religionsgemeinschaften im Jahr 2000[5]: 665.307 Southern Baptist Convention, 179.383 United Methodist Church, 115.967 Katholische Kirche Es gibt viele andere, vor allem protestantisch geprägte, Konfessionen. Alters- und GeschlechterstrukturDie Altersstruktur von Arkansas setzt sich folgendermaßen zusammen:
Das Medianalter beträgt 37,1 Jahre. 49,0 % der Bevölkerung ist männlich und 51,0 % ist weiblich. Abstammung13,3 % der Einwohner sind irischer Abstammung und stellen damit die größte Gruppe. Es folgen die Gruppen der Deutsch- (13,0 %), Amerikanisch- (12,1 %), Englisch- (10,3 %) und Französischstämmigen (2,4 %).[6] Größte Städte
GeschichteBevor europäische Eroberer in das Gebiet des heutigen Arkansas kamen, herrschten die Quapaw-, Caddo und die Osage-Indianer über das Land. Erste europäische Eroberer waren der Spanier Hernando de Soto (1541) und die Franzosen Louis Joliet (1673) und René LaSalle (1682). Die erste Siedlung der Franzosen wurde 1686 bei Arkansas Post gegründet. Arkansas gehörte im 18. Jahrhundert zur französischen Kolonie Louisiana. 1762 trat Frankreich das Gebiet an Spanien ab, erhielt es aber 1800 zurück. 1803 kam Arkansas als Teil des Louisiana-Landkaufs (Louisiana Purchase) an die USA und wurde am 15. Juni 1836 deren 25. Bundesstaat. Arkansas trennte sich am 6. Mai 1861 im Sezessionskrieg von der Union. Nach dem Bürgerkrieg wurde Arkansas 1868 wieder Bundesstaat der USA. PolitikDurch seine wenig industriell erschlossene Erwerbsstruktur spielte Arkansas im 20.Jahrhundert in den USA immer nur eine untergeordnete Rolle. Zudem ist Arkansas einer der ärmsten Bundesstaaten. Nur West Virginia und Mississippi haben noch schlechtere Zahlen vorzuweisen. Erst 1992 trat Arkansas in den Fokus der Öffentlichkeit, als der bis dato relativ unbekannte Gouverneur William J. Clinton überraschend zum Kandidaten der Demokraten um die Präsidentschaft gewählt wurde. Schließlich wurde er als Bill Clinton der 42. Präsident der USA, nachdem er die Wahl gegen den Amtsinhaber George Bush sen. gewann. Im übrigen kann man in seinem Wahlverhalten bei Präsidentschaftswahlen Arkansas sehr gut mit seinem Nachbarstaat Louisiana vergleichen. Beide Staaten wählten seit 1972 immer die späteren Amtsinhaber. Zwar ist der Südstaat nicht durch eine Metropole wie New Orleans gekennzeichnet, aber der Großraum von Little Rock und die Indianergebiete im Nord-Westen des Staates sind starke Zentren der Demokraten. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Demokraten hier wesentlich besser an ihrer früheren Vormachtstellung festhalten konnten als in anderen Südstaaten. Beide Senatoren sowie eine Mehrheit der Delegation für das Repräsentantenhaus gehören dieser Partei an, wenn sie auch im Durchschnitt etwas konservativer sind als ihre Parteifreunde in anderen Staaten. Im Electoral College stellt Arkansas seit 1964 sechs Wahlmänner. 1960 waren es noch acht.[7] Gouverneure und StellvertreterVertretung von Arkansas im US-SenatKultur und SehenswürdigkeitenParks
Natur- und Historische Denkmäler
Historic Wolf House, Norfolk
Eine ganze Reihe von Flächen unterstehen dem National Park Service. Dazu gehören:
Der Pfad der Tränen (engl. Trail of Tears) führt ebenso durch Arkansas. Wirtschaft und InfrastrukturDas reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) lag im Jahre 2006 bei USD 27.875 (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: USD 37.714; nationaler Rangplatz: 48).[8] Wichtigster Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft:
Arkansas besitzt reiche Bodenschätze (Bauxit, Kohle, Erdöl, Erdgas). Von Bedeutung ist die Textil- und Nahrungsmittelindustrie. BildungZu den größten staatlichen Hochschulen gehören die 6 Standorte des University of Arkansas System, die 4 Standorte des arkansas state University System sowie die University of Central Arkansas. Weitere Hochschulen sind in der Liste der Universitäten in Arkansas verzeichnet. VerkehrListe der State-, U.S.- und Interstate-Highways in Arkansas FlughäfenDer Little Rock National Airport (Adams Field) und der Northwest Arkansas Regional Airport in Highfill im Benton County sind Arkansas' Hauptflughäfen. Ein begrenzter Personenverkehr in erster Linie für Geschäftsreisende findet auf den kleineren Flughäfen in Fort Smith, Texarkana, Pine Bluff, Harrison, dem Ozark Regional Airport Mountain Home, Hot Springs, El Dorado and Jonesboro statt. Viele Flugreisenden im östlichen Arkansas nutzen den Memphis International Airport. EisenbahnAmtraks Texas Eagle absolviert mehrere Stopps täglich in Arkansas von seiner Reise von Chicago nach San Antonio und Los Angeles. Quellenangaben
Weblinks
Bundesstaaten: Alabama | Alaska | Arizona | Arkansas | Colorado | Connecticut | Delaware | Florida | Georgia | Hawaii | Idaho | Illinois | Indiana | Iowa | Kalifornien | Kansas | Kentucky | Louisiana | Maine | Maryland | Massachusetts | Michigan | Minnesota | Mississippi | Missouri | Montana | Nebraska | Nevada | New Hampshire | New Jersey | New Mexico | New York | North Carolina | North Dakota | Ohio | Oklahoma | Oregon | Pennsylvania | Rhode Island | South Carolina | South Dakota | Tennessee | Texas | Utah | Vermont | Virginia | Washington | West Virginia | Wisconsin | Wyoming Bundesdistrikt: Washington D. C. Außengebiete: Amerikanisch-Samoa | Jungferninseln | Bakerinsel | Guam | Howlandinsel | Jarvisinsel | Johnstoninsel | Kingmanriff | Midwayinseln | Navassa | Nördliche Marianen | Palmyra | Puerto Rico | Wake Countys im US-Bundesstaat Arkansas
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