Andine Musik

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Als Andine Musik bezeichnet man die Musik der so genannten Andenländer, insbesondere die von Bolivien, Peru und Ecuador, die ein gemeinsames traditionelles Erbe aufweisen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

In präkolumbischer Zeit entwickelten sich in der Andenregion diverse Tänze und Musikformen, die auf der so genannten Obertonharmonik basierten. Dies bedeutet, dass anstatt der in der westlichen Musik dominierenden Tonleiter die Obertonreihen die Basis der Melodien bildeten. Die Instrumente dieser Zeit waren ausschließlich Blas- und Perkussionsinstrumente.

Mit dem Eintreffen der Spanier vermischten sich diese Stile mit den für Europa typischen Musik- und Harmonieformen. Die Musik integrierte Saiteninstrumente wie das Charango (eine kleine Mandolinenform) und die Gitarre. Dennoch blieben Reste der Obertonharmonik in der Musik erhalten, ebenfalls die Dominanz der Blasinstrumente, besonders die diverser Flöten und Panflöten.

Tänze und Rhythmen

  • Carnavalito: Schneller Tanz im 3/8-Takt, ursprünglich aus dem Tiefland Boliviens, der sich in der Folklore der Andenländer großer Beliebtheit erfreut.
  • Saya: Relativ schneller Tanz, der in einer Mischform zwischen 4/4- und 12/8-Takt vorgetragen wird und deswegen sehr funky klingt.
  • Huayno: Beliebter Tanz im 2/4-Takt. Wird besonders im Titikakaseegebiet und Bolivien auch Huayño oder Wayño genannt.

Musikinstrumente

  • Siku: eine Art Panflöte, von der es verschiedene Größen gibt
  • Erke: ein langes Blasinstrument, das einem Alphorn ähnelt
  • Quena: eine Kerbflöte mit besonderer Anblastechnik
  • Charango: Kleines, mandolinenähnliches Saiteninstrument, dessen Korpus aus dem Panzer eines Gürteltieres hergestellt wird.

Externe Links

Siehe auch

Argentinische Folklore, Lateinamerikanische Musik Peruanische Folklore, Hijos del sol www.hijosdelsol.eu

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