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Amsterdam (niederländisch Amsterdam liegt in der Provinz Noord-Holland, an der Mündung der Amstel und des IJ in das IJsselmeer. Amsterdam ist durch den Noordzeekanaal mit der Nordsee verbunden, mit einem Damm gegen Überschwemmungen geschützt und von zahlreichen Grachten durchzogen. Amsterdam wurde auf etwa 5 Millionen Tannenstämmen erbaut.
Stadtteile
Im Westen der Stadt:
Im Süden der Stadt:
Im Osten der Stadt:
Im Norden der Stadt:
Im Südosten der Stadt:
Geschichte→ Hauptartikel: Geschichte Amsterdams NamensgeschichteDer Name der Stadt leitet sich von einem im 13. Jahrhundert errichteten Damm mit Schleuse im Fluss Amstel ab. Die Abdeichung von Flussmündungen wurde nötig, um die durch Sturmfluten gefährdete Küstenlinie zu verkürzen. Zu solchen Deichen gehörten Schleusen, um das Flusswasser hindurchzulassen und die Schifffahrt nicht zu behindern. Der in die Amstel gelegte Damm verband die zuvor auf beiden Seiten entstandenen Siedlungskerne, die noch heute als Oude Zijde und Nieuwe Zijde (alte und neue Seite) bezeichnet werden. An der Stelle des Amstel-Damms entstand im Laufe des Mittelalters ein städtischer Platz, der noch heute den Namen Dam trägt und den Mittelpunkt der Stadt darstellt. Bedeutung des Wappens
Das Wappen ist in der Stadt allgegenwärtig, da es nicht nur die in Amsterdam typischen Poller (Amsterdammertjes) ziert, sondern auch Gullydeckel, öffentliche Gebäude und viele Logos. Siehe auch: Flagge Amsterdams Amsterdam ab dem MittelalterBis in das 12. Jahrhundert war die heutige Provinz Holland zum größten Teil schlecht besiedelbar. Es handelte sich um ein sehr feuchtes Gebiet, hauptsächlich aus Moor und Sumpfland. Diese Landschaft wurde von mehreren Flüssen durchschnitten. Einer dieser Flüsse war die Amstel, die in das IJ mündete. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts entstand rund um einen Damm im Fluss eine kleine Siedlung. Nach archäologischen Ausgrabungen erweist sich das alte Kinderlied Amsterdam, die schöne Stadt, ist gebaut auf Pfählen als durchaus richtig: Tatsächlich konnten nur mit Hilfe unzähliger Pfähle als Untergrund Häuser und Straßen im Sumpfland gebaut werden. Dem Damm in der Amstel verdankt die Stadt Amsterdam ihren Namen. Heute ist der Damm noch immer existent; inzwischen wurde er zu einem Platz umfunktioniert, dem Dam. Anfang des 13. Jahrhunderts wurden Amsterdam vom damaligen Landesherrn Stadtrechte verliehen. Im Jahre 1369 wurde Amsterdam Mitglied der Hanse. Der Fischfang, anfangs die bedeutendste Erwerbsquelle, wich allmählich dem Handel. Die Einverleibung Portugals durch Spanien im Jahr 1580 zwang die nördlichen Niederlande dazu, selbst nach Indien zu fahren. Die ersten Fahrten wurden von Amsterdam aus unternommen und gleich zu einem gigantischen Erfolg. Angeregt durch dieses Ergebnis, wurden bald überall im Land Pläne geschmiedet, Schiffe nach Indien zu schicken. Aus all diesen Einzelinitiativen entstand 1602 die Vereenigde Oost-Indische Compagnie (VOC). Die Stadt alleine zeichnete mehr als die Hälfte des gesamten Kapitals, das in das neue Unternehmen investiert wurde. Gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderts war Amsterdam die wohlhabendste Stadt Europas. In ihren Häfen und Lagerhäusern stapelten sich Gewürze, Seide und andere Kostbarkeiten aus Indien und dem Pazifikraum. Im Jahr 1672 gerieten die mächtigen Niederlande gleichzeitig in einen Krieg mit Frankreich und England. Dadurch wurde der Hafen Amsterdams unerreichbar für die Handelsflotte mit Waren aus Indien. Zum Ende des Jahrhunderts endete auch die Periode der größten Blüte. Die wirtschaftlichen Strukturen änderten sich; Amsterdam verlor seine Stellung als Umschlaghafen für den Welthandel. Gleichzeitig aber wurde der Geldmarkt immer wichtiger. Amsterdam schaffte es, zum finanziellen Zentrum der Welt zu werden, als Bankier für die europäischen Fürsten, die mit geliehenem Geld ihre kostspieligen Kriege führten. Bei seiner Ernennung zum König von Holland am 23. Juni 1806 erklärte Louis Bonaparte die Stadt Amsterdam zu seiner Hauptstadt. Dies konnte jedoch nicht verhindern, dass Amsterdam in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts allmählich zu einer „toten“ und verarmten Stadt wurde. Einen neuen Aufschwung erlebte die Stadt erst, als 1876 der Noordzeekanaal eröffnet wurde, der Amsterdam eine Verbindung zur Nordsee und damit mit England und den Vereinigten Staaten verschaffte. Erneut wurde Amsterdam Mittelpunkt des kulturellen und wissenschaftlichen Lebens, obgleich es ökonomisch allmählich, besonders nach dem Zweiten Weltkrieg, von Rotterdam überflügelt wurde. Unzählige jahrhundertealte Denkmäler zieren den Stadtkern. Fast 7000 Kaufmanns- und Lagerhäuser sowie beinahe 1300 Brücken aus dem sechzehnten, siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert zeugen von diesem Goldenen Zeitalter. Die Handelshäuser wurden entlang der 165 Grachten gebaut, die als Transportwege genutzt wurden, um die schnelle Verteilung der Importwaren in der Stadt und zu den Handelskontoren zu bewerkstelligen. Die größte Altstadt Europas mit ihren schönen Gebäuden soll auch in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen werden. Demographische Entwicklung
PolitikDurch die liberale Politik der Niederlande seit 1976 wurde Amsterdam zum Zentrum des Drogentourismus in Europa. Bemerkenswert sind die vielen ausländischen Drogenkonsumenten. Von den ca. 750 Coffee Shops in den gesamten Niederlanden sind etwa 300 bis 400 in Amsterdam beheimatet. Viele Andersdenkende aus allen Ländern fanden und finden sich in Amsterdam ein und wählen diese Stadt zur neuen Heimat. Ein häufiger Beweggrund dafür ist die liberale Politik der Stadt, oft in Kombination mit repressiver Politik im Herkunftsland. Bisher fanden Gesuchte aus aller Welt in Amsterdam einen ruhigen Hafen, weil das niederländische Gesetz der Polizei unbegründete und zufällige Polizei- bzw. Ausweiskontrollen verbot. Seit dem 1. Januar 2005 gilt in den gesamten Niederlanden jedoch eine Ausweispflicht, nach welcher Personen ab 14 Jahren einen Ausweis mitführen müssen. Partnerstädte
GeographieKlimaDas holländische Wetter variiert von einem leichten Frost im Winter und in der Regel mit einem bisschen Schnee bis zu angenehmen, sonnigen Tagen von 20–30 °C im Sommer, der Frühling und Herbst sind angenehm mild, können aber auch sehr nass und verregnet sein (über 100 mm Niederschlag pro Monat). ZeitzoneAmsterdam sowie die gesamten Niederlande liegen in der Mitteleuropäischen Zeitzone. Da die Stadt weit westlich in dieser Zeitzone liegt, steht die Sonne erst um 12:40 Uhr (während der Sommerzeit um 13:40 Uhr) genau im Süden. Dies führt im Sommer zusammen mit der nördlichen Lage der Stadt zu einem späten Sonnenuntergang; im Hochsommer kann es bis 23 Uhr noch „hell“ sein. Viele Kaufläden öffnen darum auch erst um 10:00 Uhr, Bars und Cafés sind meist bis 2:00 Uhr geöffnet. Kultur und SehenswürdigkeitenArchitektonische BesonderheitenDa in der Geschichte Amsterdams die Grachten einen der Haupttransportwege für Güter und Menschen darstellten, war es üblich, die Steuern für ein Gebäude nach seiner Breite am Kanal zu bemessen. Folglich entstanden in Amsterdam vorwiegend Häuser, die sehr schmale Vorderfronten entlang der Grachten aufweisen, dafür aber, um genügend Wohnraum oder Lagerplatz für Güter zu bieten, verhältnismäßig lang und hoch sind. Diese Bauweise eignete sich allerdings nicht für die Anlage breiter Treppenhäuser; vielmehr waren die Treppenhäuser meist zu schmal, um sperrige Güter oder Möbel durch sie zu transportieren. Gegenstände, die nur schwer über das Treppenhaus zu transportieren waren, wurden stattdessen über die Fenster in ein Haus befördert. Um diesen Vorgang zu erleichtern, befinden sich an den Giebeln vieler historischer Gebäude vorstehende Balken, an denen sich Flaschenzüge anbringen lassen. Weiterhin sind viele Fassaden leicht nach vorne geneigt, um die Arbeit am Flaschenzug zu erleichtern und die Kollision der transportierten Güter mit den Häuserfassaden zu vermeiden. Gleichzeitig schützte diese Bauweise früher vor eindringendem Regen. Für das ungewohnte Auge machen daher die historischen Stadtteile Amsterdams einen leicht "schiefen" oder "verzerrten" Eindruck. Museen
Religiöse Bauten
Konzertsäle und Theater
Sonstige
GraffitiAmsterdam gehört zu den wichtigsten Graffiti-Metropolen. Obwohl sicherlich auch die aus der Hip-Hop-Szene entstandene New Yorker Sprayerszene in den Anfängen die Amsterdamer Sprayer beeinflusste, spielte hier die Punk-Bewegung die wichtigere Rolle. Amsterdamer Sprayer beeinflussten seit Anfang der Achtziger Jahre stilistisch viele Sprayer in aller Welt. Wirtschaft und InfrastrukturIndustrieViele niederländische Firmen, wie beispielsweise die Brauerei Heineken und der Elektronikkonzern Philips, haben ihren Hauptsitz in Amsterdam. Die niederländischen Großbanken, ABN AMRO, Rabobank oder die ING Groep sind Eigentümer von Bürokomplexen am Bahnhof Sloterdijk im Nordwesten der Stadt, am World Trade Center im Süden. Computerfirmen, wie Cisco Systems, haben ihren Hauptsitz im südöstlichen Gewerbegebiet in Bullewijk. Der Amsterdamer Hafen ist der zweitgrößte in den Niederlanden, nach dem Hafen in Rotterdam. TourismusDer Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle der Stadt, neben der sogenannten Counsil Tax, eine Steuer auf Häuser und Wohnungen. Jährlich besuchen Millionen Urlauber aus aller Welt die Stadt, zahlreiche Hotels finden sich in der ganzen Stadt. Anziehungspunkte sind vor allem die vielen Grachten, Coffeeshops und Museen sowie der Rotlichtbezirk Walletjes im Stadtzentrum von Amsterdam. Der Rembrandtplein gehört durch seine Theater, Kinos sowie vielen Restaurants und Gaststätten zu den bekanntesten Ausgehvierteln von Amsterdam. In der Nähe des Leidseplein befinden sich Diskotheken und das Holland Casino für Glückspieler. Verkehr
Amsterdamer Gracht
Das gängigste Fortbewegungsmittel der Stadt ist, wie überall in den Niederlanden, das Fahrrad („Fiets“). Ein Netz von Fahrradwegen („fietspaden“) zieht sich quer durch Amsterdam, neben allen Straßen und Kanälen, durch alle Parks und verbindet alle Nachbargemeinden. Neben dem IJ, der über den Nordseekanal in die Nordsee mündet und auch eine Verbindung zum Amsterdam-Rhein-Kanal hat, verbindet ein System von Kanälen, das sich halbkreisförmig durch die Stadt zieht, die Stadt mit dem nationalen Kanalsystem. Auf dem IJ verkehren die Amsterdamer Fähren. MetroDie Metro Amsterdam betreibt vier verschiedene Linien, die unter anderem auch Amstelveen im Süden der Stadt anbindet. Neben der Metro gibt es auch noch ein dichtes Straßenbahnnetz. Voraussichtlich 2013 geht die (seit 2003 im Bau befindliche) Nord-Süd Metro in Betrieb. Diese Linie führt von Amsterdam-Noord, unter dem IJ, dem Hauptbahnhof und weiter durch die Innenstadt bis zum Bahnhof Amsterdam Zuid. Die Realisierung dieser U-Bahn geschieht unter besonders schweren Bedingungen, zum einen ist der Untergrund sehr instabil, zum anderen muss sichergestellt werden, dass die historische Bausubstanz der Stadt nicht beschädigt wird. Bereits zwei mal musste der Bau an der Vijlzelgracht stillgelegt werden, weil an Gebäuden in unmittelbarer Nähe der Baustelle Absenkungen festgestellt wurden. Der Bau ist darum umstritten, die Finanzierung verläuft problematisch. Es gelang der Gemeinde Amsterdam erst zwei Jahre nach Baubeginn, das Bauprojekt gegen mögliche Schäden an historischen Gebäuden zu versichern. Siehe auch nl:Noord-Zuidlijn der niederländischen Wikipedia. SchienenverkehrDer Hauptbahnhof „Amsterdam Centraal“ liegt im Zentrum der Stadt, von ihm aus und neun weiteren Bahnhöfen der Stadt verbinden die Züge der Niederländischen Bahngesellschaft (NS) die Hauptstadt mit allen Provinzen der Niederlande. StraßenverkehrAmsterdam wird durch den Autobahnring A 10 umschlossen, mit Anbindung an die A 8 im Nordwesten bei Zaandam Richtung Alkmaar, im Südwesten an die A 4, südöstlich die A 2 Richtung Utrecht und östlich die A 1 Richtung Almere/Hilversum. Die Stadt ist Ausgangs- und Endpunkt der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route. LuftverkehrDer „Luchthaven Schiphol“ (IATA-Code: AMS, ICAO-Code: EHAM, international Amsterdam Airport Schiphol) ist der internationale Flughafen der Stadt Amsterdam, der größte in den Niederlanden und der drittgrößte Flughafen auf dem europäischen Festland. Der Flughafen Schiphol ist das Drehkreuz der größten niederländischen Fluggesellschaft KLM. Er befindet sich südwestlich von Amsterdam zwischen Amstelveen und Hoofddorp. UniversitätenAmsterdam besitzt zwei Universitäten. Die Vrije Universiteit (VU) ist die einzige protestantische Universität der Niederlande. Dagegen hat die städtische Universiteit van Amsterdam (UvA) keine konfessionelle Bindung. Beide Universitäten haben eigene Universitätskrankenhäuser. MedienIn Amsterdam befindet sich der weltgrößte Internet-Knoten AMS-IX. Amsterdam ist Gastgeber der größten europäischen Messe für Medienproduktion, der IBC. Persönlichkeiten
Siehe auch: Liste der Söhne und Töchter von Amsterdam LiteraturGeschichte
Weblinks
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