Amerikanisch-Samoa

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Dieser Artikel beschreibt ein von den USA abhängiges Inselgebiet im Pazifik, nicht den unabhängigen Inselstaat Samoa.
American Samoa
Amerikanisch-Samoa
Flagge Amerikanisch-Samoas
Wappen Amerikanisch-Samoas
(Details) (Details)
Wahlspruch: Samoa, Muamua Le Atua
(samoanisch, „Samoa, lass Gott an erster Stelle sein“)
Amtssprache Samoanisch und Englisch
Hauptstadt Pago Pago
Staatsform nichtinkorporiertes Territorium der USA (Außengebiete der Vereinigten Staaten)
Staatsoberhaupt George W. Bush
Gouverneur Togiola Tulafono
Regierungschef Togiola Tulafono
Fläche 199 km²
Einwohnerzahl 57.881 (Stand: Juli 2005)
Währung 1 US-Dollar (USD) = 100 Cent
1 € = 1,4214 USD
1 USD = 0,70353 €
(Stand: 8. September 2008)
Zeitzone UTC -11
Internet-TLD .as
Vorwahl +1 (684) siehe NANP
Post-Code (USPS) AS

Amerikanisch-Samoa ist als Teil von Amerikanisch-Ozeanien ein US-amerikanisches Außengebiet im südlichen Pazifik. Amerikanisch-Samoa ist Teil der Samoainseln und liegt südöstlich des Inselstaats Samoa. Die flächen- und bevölkerungsmäßig größte Insel Amerikanisch-Samoas ist Tutuila.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Amerikanisch-Samoa erstreckt sich auf einige Vulkaninseln und zwei kleine Atolle:

Die höchste Erhebung des Inselstaates ist der Lata mit einer Höhe von 966 Metern über dem Meeresspiegel.

Wichtige Ortschaften neben der Hauptstadt sind Tula Village, Amanave, Vaitogi und Tafuna.

Bevölkerung

89% der Einwohner sind Polynesier, 2% Weiße (Europäer/Amerikaner), 4% Tongaer und 5% gehören einer anderen Ethnie an. Die Einwohner sind allesamt Staatsbürger der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Geburtenrate beträgt 21,83 Lebendgeburten auf 1000 Einwohner. Bei 3,24 Todesfällen auf 1000 Einwohner und der zunehmenden Abwanderung in die USA ergibt sich ein Bevölkerungsrückgang um 0,262% jährlich. Das Mediansalter liegt bei 23,6 Jahren und die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 75,84 Jahre.

Geschichte

Die erste Besiedlung fand vermutlich bereits 1000 v. Chr. statt. Samoa wurde von europäischen Entdeckern erstmals im 18. Jahrhundert gesichtet. Nach mehreren internationalen Streitigkeiten des 19. Jahrhunderts wurde der Archipel Samoa 1899 durch einen völkerrechtlichen Vertrag (Samoa-Vertrag) zwischen dem Deutschen Reich und den USA aufgeteilt.

Amerikanisch-Samoa wurde zu einem abhängigen Gebiet der USA am 20. Februar 1929. Es ist nicht mit dem unabhängigen Inselstaat Samoa, der aus dem deutschen Teil entstand, zu verwechseln.

Sprachen

Amtssprache ist Englisch. 90,6% sprechen samoanisch, eine polynesische Sprache. 2,9% der Bevölkerung sind englische und 2.4% tonganische Muttersprachler. Der Großteil ist bilingual.

Religionen

Vorherrschende Religion ist das Christentum (50% Christian Congregational Church, 20% Katholiken, 30% Protestanten) [1].

Sport

Die Fußball-Nationalmannschaft von Amerikanisch-Samoa ist momentan die 200. der Fifa-Weltrangliste und somit letzter. Die Mannschaft konnte bisher nur Erfolge gegen die Auswahl von Wallis und Futuna verbuchen. Den Rekord "Die höchste Niederlage einer Fußball-Nationalmannschaft" hat Amerikanisch-Samoa inne, nachdem es am 11. April 2001 mit 31:0 gegen das Team aus Australien verlor.

Wirtschaft

Die samoanische Wirtschaft ist stark von den USA abhängig, die zugleich wichtigster Handelspartner sind. Hauptwirtschaftszweig sind der Tunfischfang und die Tunfischverarbeitung. Außerdem profitiert der Südseestaat von Subventionen seitens der US-Regierung sowie von Entwicklungshilfen und Infrastrukturprojekten. Davon profitiert auch der sich immer stärker entwickelnde Tourismus.

Die Haushaltsausgaben des Südseestaats betrugen 1996/97 127 Mio. US-Dollar, die Einnahmen 121 Mio. US-Dollar. Das Bruttoinlandsprodukt lag 2005 bei 5.800 US-Dollar pro Einwohner. Von den 57.881 Einwohnern waren 2005 17.630 erwerbstätig, woraus sich eine Arbeitslosenquote von 29,8% ergibt.

Einzelnachweise

  1. Landesinformationen

Literatur

  • Hermann Mückler: Unwanted Neighbours: Implications, Burdens and the Instrumentalization of Migration: Relations between American Samoa and the Republic of Samoa. In: Ferro, Katarina u. Margot Wallner (eds.): Migration Happens. Reasons, Effects and Opportunities of Migration in the South Pacific. Novara, Vol. 4 (6), Hamburg/Münster 2006: LIT-Verlag, S. 63-81.
  • Sutter, Frederic Koehler: Amerika Samoa; An Anthropological Photo Essay. Honolulu 1984: University of Hawaii Press.
  • Gray, J. A. C.: Amerika Samoa. A History of America Samoa and Its United States Naval Administration. Annapolis 1960: United States Naval Institute.
Fatu Rock (rechts) und Futi Rock (links), kleine Inseln am Riff von Tutuila an der Einfahrt zum Pago Pago Harbor (im Hintergrund)

Weblinks

Commons Commons: Amerikanisch-Samoa – Bilder, Videos und Audiodateien
Wikiatlas Wikimedia-Atlas: Amerikanisch-Samoa – geographische und historische Karten

Siehe auch

Koordinaten: 14° 17' 45" S, 170° 42' 27" W

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