Die heutzutage gebräuchlichsten Symbole kommen vor allem aus dem Jazz und der populären Musik. Sie wurden entwickelt und zur Hilfe genommen, um den Solisten beim Improvisieren über eine bestimmte Akkordfolge zu unterstützen.
Akkord auf dem einen Halbton höheren Ton (Beispiel: G♯ = der Ton G einen Halbton erhöht, also Gis)
[Tonbuchstabe]♭
Akkord auf dem einen Halbton tieferen Ton (Beispiel: G♭ = der Ton G einen Halbton vermindert, also Ges)
(Der im deutschen Sprachraum als „H“ bezeichnete Ton wird englisch/international als „B“ geschrieben, der im deutschen Sprachraum als „B“ bezeichnete Ton hingegen B♭ (B flat) siehe auch Artikel Anderssprachige Tonbezeichnungen)
B♭9♭13 (auch B7/♭9/♭13) oft auch unvollständig B♭9
Dominantseptakkord mit kleiner None und kleiner Tredezime der Dominate einer Mollkadenz. Er verwendet die harmonische Mollskala und hat keine übermäßige None (♯9). Er wird meist nicht ausführlich notiert, manchmal nur mit ♭9, und deshalb fälschlicherweise mit dem alterierten Akkord verwechselt oder gleichgesetzt.
Gadd9
Dreiklang mit hinzugefügter None, (das add bedeutet, dass der Ton hinzugefügt wird, ohne die darunter liegenden Optionstöne; Bsp.: F♯add9 enthält keine Septime, sondern nur die None als Optionston)
D7 add13
(seltener auch D7/6)
Dominantseptakkord mit Tredezime (ohne None und Undezime!)
E♭7♯5 oder E♭7+5
Dominantseptakkord mit (einen Halbton) nach oben alterierter bzw. übermäßiger Quinte (selbiges kann auch mit der None (♯9) und der Quarte, bzw. Undezime (♯11) gemacht, oder nach Bedarf auch kombiniert werden (z. B. E♭7♯5♯9)) (*)
C7♭5 oder C7-5
Dominantseptakkord mit (einen Halbton) nach unten alterierter bzw. verminderter Quinte (dasselbe geht auch mit der Sexte (bzw. Tredezime: ♭13) und None (♭9) und kann auch miteinander kombiniert werden (z. B. C7♭9♭13)) (*)
Molldreiklang auf Ges mit hinzugefügter (für gewöhnlich großer) Sexte
F♯m6/9 oder F♯–6/9
Moll-Sext-Nonen-Akkord
Cm7 oder C–7
Mollseptakkord auf C
B♭mmaj7 oder B♭mj7, bzw. B♭–maj7 usw.
Mollseptakkord mit großer Septime
Dm9 / Dm11
Mollseptakkord mit None / mit None und Undezime
C♯madd9
Molldreiklang mit hinzugefügter None, ohne Septime (selbes geht auch mit add11, wodurch man eine Undezime (bzw. Quarte hinzufügt, ohne Septime und None))
Fm7 ♭5 oder Fm7 -5 oder FØ
halbverminderter Septakkord auf F
C°
Verminderter Septakkord auf C (drei kleine Terzen, Rahmenintervall ist die verminderte Septime, die enharmonisch verwechselt die Sexte ergibt; bei C: C, Es, Ges, A)
sogenannter Slash-Akkord (Slash = Schrägstrich) — dem Akkord wird ein anderer Basston hinzugefügt. Dieser Basston kann aus dem ursprünglichen Akkord kommen und bezeichnet dann eine Akkordumkehrung (z. B. C/G) , oder er kann ein akkordfremder Ton sein, wobei alle im Grundakkord enthaltenen Töne erhalten bleiben.
D°
C♯°
Polychord, Upper Structure (zwei Akkorde zur gleichen Zeit gespielt — üblicherweise auf dem Klavier: der obere Akkord mit der rechten Hand, der untere mit der linken)
(*) Die alterierten Akkordtöne und Optionen werden nicht unbegrenzt kombiniert. Man kann von folgenden Standardschreibweisen ausgehen:
es gibt keine ♯13 (da das gleich kleiner Septime wäre)
es gibt keine ♭11 (da das gleich Terz wäre)
♯11 und ♭5 ergeben den gleichen Klang, dasselbe gilt für ♯5 und ♭13, und es ist also überflüssig, sie jeweils gleichzeitig zu schreiben
♭5 heißt, es gibt keine reine Quinte im Akkord (während es bei ♯11 möglich wäre)
♭13 heißt, es gibt keine große Tredezime im Akkord, aber es kann eine reine Quinte geben (trotz Halbtonabstand)
darüber hinaus ist so ziemlich alles möglich (♭9, ♯9, ♯11/♭5, ♯5/♭13 zu kombinieren und/oder wahlweise wegzulassen)
Alternativen
Statt die Mollakkorde durch ein „m“ zu kennzeichnen, ist es teilweise auch üblich, dort kleineTonbuchstaben zu verwenden.
Alterierte Akkordtöne finden sich auch mit + und - hinter der Zahl notiert, statt ♯ und ♭ vor der Zahl.
Wenn man selbst (ggf. handschriftlich) notiert und alle Beteiligten deutschsprachig sind, kommen auch Notierungen in deutscher Schreibweise mit Fis, Ges und H (neben B) vor.